Umzug des Ausstellungsraumes

Der bisherige Ausstellungsraum musste bis zum 31.10.2024 komplett beräumt werden. Alle Exponate, der gesamte Bibliotheksbestand und alle Ordner mit technischer Dokumentation wurden in den Kernbau der Telekom, Annenstraße 5 verlagert. Der eigentliche Umzug konnte termingemäß abgeschlossen werden. Für die museumsgerechte Aufstellung der Exponate brauchen wir natürlich länger. Auch wenn wir nicht mehr im Laden Hertha-Lindner-Straße anzutreffen sind, sind wir dennoch präsent. Inzwischen konnten wir fast allen Exponaten einen neuen Platz zuweisen. Alle wichtigen Demonstrationsanlagen können wieder vorgeführt werden. Der Ausbau der Erweiterungsfläche wird noch einige Zeit beanspruchen. So wird jede Woche wieder etwas Neues sichtbar. Deshalb lohnt es sich, immer mal wieder vorbeizuschauen.

Jahreskalender 2025

Im Kalender 2025 werden elektromechanische Schaltglieder vom Hebdreh- bis zum Motorwähler vorgestellt. Der Kalender kann zum Preis von 8 € inkl. Versand bei uns bestellt werden. Vor Ort – z. B. im Rahmen einer Museumsführung – können Sie den Kalender für 5 € erwerben.

Besuch bei Fachkollegen in Prag

Besuch bei Fachkollegen in Prag

Am 22.10.2024, 7:00 Uhr begann unsere Fahrt nach Prag. Mitglieder unseres Vereins folgten einer Einladung unseres Prager Freundes Pavel Langer, Herausgeber des Buches „Telefony“.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Pavels Wohnung bei Kaffee und Kuchen besuchten wir das Museum CETIN, das direkt neben der O2-Arena liegt. Bei dem Museum CETIN handelt es sich um ein nach modernen Gesichtspunkten und mit viel Liebe eingerichtetes Museum. Besonders beeindruckt haben uns der Teil Rohrpost und das Vermittlungssystem P 51 (ähnlich unserem System S 50). Außer dem normalen Gesprächsaufbau konnte auf der P 51 auch eine Simulation eines hohen Verkehrsaufkommens mit dem typischen Geräuschpegel einer Wählervermittlungsstelle in Spitzenzeiten eingestellt werden.

Nach dem Mittagessen fuhren wir mit dem Auto an das andere Ende von Prag, zum am westlichen Stadtrand  gelegenen Telexmuseum. Dort führte uns Robert durch die gesamte Kollektion von Fernschreibern. Darunter auch Hellschreiber, die wir leider nicht in unserem Museum zeigen können. Unsere Reise endete in Dresden erst nach 18:00 Uhr. Vom „Goldenen Prag“ haben wir nichts gesehen, dafür aber unsere freundschaftlichen Kontakte weiter ausgebaut.
Wir möchten uns bei allen beteiligten Kollegen der beiden Museen bedanken. Und natürlich bei Pavel Langer, der den Tagesablauf sehr gut organisierte.





Neuerwerb von Ausstellungsstücken für unser Museum

Dank guter, über Jahrzehnte bestehender persönliche Kontakte, konnten wieder weitere interessante Ausstellungsstücke an unser Museum übergeben werden. 
Knut Großhäuser, ehem. Kollege vom Kabelmeßtrupp in Löbau, hatte noch echte Raritäten in seinem Bestand. Sie standen „nutzlos“ in seiner Garage. Zuerst hatte er bei anderen Fernmeldemuseen, warum auch immer, angefragt, ob Interesse an einer alten Relais-Telefonanlage 1/7, die nicht so oft in meinem ehemaligen ABN (AbnahmeBeauftragter für Nebenstellenanlagen) -Bereich im Altkreis Löbau zu finden war, besteht. Von dort kam aber keine Reaktion und er besann sich seiner ehem. Lehrlingskollegin Petra Hüttner. Sie hat gleich reagiert, und hat mir den „Fall“ zur Klärung übergeben. 
Ich habe die Chance zeitnah genutzt, mir die Anlage vor Ort in Löbau anzusehen. Meine Augen fingen an zu „funkeln“, als ich den Top-Zustand der Anlage sah. Und die Anlage funktionierte auch noch! Die Anlage wurde von der Antennengemeinschaft „Posthäuser“ genutzt, um zwischen den einzelnen Häusern der Fritz-Ebert-Straße in denen sich Antennennutzer befanden, untereinander bei der Installation und eventueller Störungsbeseitigung zu kommunizieren. 
Wir haben die Anlage auf dem Dachboden abgebaut, dabei noch einen Kurzschluss verursacht der die Sicherung auslöste, und die Anlage gleich in mein Auto verladen um sie in unser Museum zu bringen. 
Im persönlichen Gespräch mit Knut Großhäuser kam dann auch noch das Gespräch auf ein „Demo-Board“ mit beschädigten Kabelstücken, vom „Mäusefraß“ bis zum angebohrten Kabel. 
Es zeigt sehr anschaulich, welche Beschädigungen zu Störungen führen können, zusammengestellt von Kollegen des Löbauer Kabelmeßtrupps. Ihnen sind wir dankbar, dass sie so vorausschauend dieses Anschauungsstück erstellt haben. 
Besonderer Dank natürlich auch an Knut G., dass er uns diese Objekte zur Verfügung gestellt hat. 

Andreas Klinke 
-Öffentlichkeitsarbeit-

Demo-Board mit beschädigten Kabelstücken
Demo-Board mit beschädigten Kabelstücken
...mit beschädigten Kabelstücken
Übergabe Demoboard…
Relais-Telefonanlage 1/7
Relais-Telefonanlage 1/7

Exkursion zu den Bunkern „Granit“ in Großenhain

Am 27. April führte uns unsere erste Exkursion im Jahr 2024 nach Großenhain. Ab 10 Uhr besichtigten wir (29 Teilnehmer) dort die privaten Bunkeranlagen unseres Vereinsmitglieds Marcel Reichel. Sie befinden sich im Flugplatzgelände, welches bis zum Abzug der letzten Truppen der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (WGSSD) im Jahr 1993 militärisch genutzt wurde. Die Bunker vom Typ „Granit 1“ wurden in den Jahren von 1972 bis 1974 errichtet und während des kalten Krieges als Sonderwaffenlager, in denen Kernwaffen gelagert wurden, genutzt. Der Komplex war 3-fach eingezäunt und wurde durch eine Spezialwachmannschaft des sowjetischen Geheimdienstes KGB gesichert. In einem der beiden baugleichen Bunker befindet sich heute eine Ausstellung zur Geschichte des Flugplatzes, darunter auch Fotos, Karten und Modelle, welche an die Zeit des Baues und der bereits im Jahre 1913 beginnenden militärischen Nutzung des Flugplatzes erinnern. Marcel führte uns ca. 21/2 Stunden durch Bunker und Außengelände, wobei wir auch viele interessante Informationen über die vergangene und gegenwärtige Nutzung des Flugplatzes erhielten. Anschließend fuhren wir zum Mittagessen in die Gaststätte auf dem Kupferberg, wo auch der im Jahre 1894 erbaute Aussichtsturm bestiegen werden konnte. Von ihm hatte man eine sehr gute Fernsicht. Gegen 15 Uhr begaben wir uns individuell oder in kleinen Gruppen auf die Heimreise.

Text: Ronald Galle

Exkursion zum Fundus des Dresdner Energiemuseums

Als Ziel der letzten Exkursion des Jahres hatten wir den Fundus des KraftWerkes, des Dresdner Energiemuseums, ausgewählt. 20 Teilnehmer trafen sich vor dem Gebäude auf der Löbtauer Straße. Im Fundus sind im Wesentlichen die Sonderausstellungen „Röhren, Transistoren, Geräte“ bzw. „Blitz und Blitzschutz“ untergebracht, es werden aber auch Schreibmaschinen, Leistungsschalter, Stromzähler und Messgeräte gezeigt. Drei sachkundige Mitglieder des Fördervereins führten uns durch die liebevoll gestalteten Ausstellungsräume. Besonders beeindruckt waren wir von umfangreichen Sammlung von Röhren, Radios, Plattenspielern, Tonbandgeräten und Fernsehern. Darunter waren viele Geräte, die wir noch von früher kennen. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die sehr informative, kurzweilige Führung. Vielleicht klappt es bald mit einem Gegenbesuch im Fernmeldemuseum.

Jahreskalender 2024

Unser Jahreskalender für das Jahr 2024 zum Thema Endgeräte befindet sich aktuell im Druck und wird in Kürze bei uns eintreffen. Bereits vorbestellte Kalenderexemplare werden dann zeitnah versandt.

Der Kalender kann über unser Kontaktformular bestellt werden und kostet 5,- € (zzgl. 2,50 € Versand; Zahlung per Überweisung, Versand nach Zahlungseingang).

Darüber hinaus kann der Kalender auch an unseren Öffnungstagen (immer am ersten Samstag eines Monats) käuflich erworben werden.

Exkursion zur Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz

Am 23.09.2023 versammelten sich 15 Teilnehmer vor dem Eingang unseres Fernmeldemuseums. Ziel war die Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz. Da dorthin keine günstige Bahnverbindung besteht, wurde die Fahrt mit Privat-PKWs durchgeführt. Ein Zwischenstopp führte uns zunächst zu einem Parkplatz an der Trinkwassertalsperre Eibenstock. Danach fuhren wir direkt nach Morgenröthe-Rautenkranz, das wir bei Sonnenschein erreichten.

Burkhard, der die Exkursion wie immer gut organisierte, hatte als erstes Mittagessen im originell gestalteten Bistro „Weltraumbahnhof Rautenkranz“ bestellt. Dann gingen wir zur Raumfahrtausstellung. Zuerst wurde dort ein Film über die Raumstation ISS gezeigt. Nach einer kurzen Einführung durch ein Mitglied des Vereins Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröte-Rautenkranz erkundeten wir in Eigenregie die äußerst interessante Ausstellung.

Natürlich spielte für die Wahl des Standortes im sächsischen Vogtland eine große Rolle, dass Dr. Sigmund Jähn, der erste Deutsche im Kosmos, hier geboren wurde, seine Kindheit und Jugend verlebte. Dr. Ulf Merbold, der erste bundesdeutsche Astronaut, stammt aus dem nahegelegenen Greiz im thüringischen Vogtland.

Die Ausstellung ist thematisch sehr gut gegliedert, erläutert u. a. die Geschichte der Raumfahrt, informiert über bemannte und unbemannte Weltraumflüge, würdigt die Leistung der Kosmonauten bzw. Astronauten und der an den Projekten beteiligten Personen. Beindruckend sind die Modelle verschiedener Trägerraketen und eines Basismoduls der „MIR“-Raumstation, welches dem Training der Kosmonauten diente. Vor dem Ausstellungsgebäude steht eine MIG 21, mit der Sigmund Jähn vor seiner Raumfahrtmission geflogen ist.

Großes Kompliment an die Mitglieder des Trägervereins „Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e. V.“, die mit viel Liebe die Ausstellung gestalteten. Dieses Engagement wird belohnt: Momentan entsteht ein Erweiterungsbau…