AREB 2019 – Wir sind etabliert !

Am 12.10.2019 fand bereits zum 16. Mal die Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse Dresden (AREB) in den Räumlichkeiten der Technischen Universität Dresden, Mommsenstraße statt.  Wir waren wieder mit einem gut frequentierten Stand vertreten. Erfreulicherweise sind wir den meisten Besuchern der technisch orientierten Börse nicht mehr unbekannt. Die Eigenwerbung der letzten Jahre trägt somit Früchte. Unter den zahlreichen Besuchern konnten wir Radioamateure aus Prag, Mitglieder des Technikvereins Wilsdruff und auch Mitglieder unseres Vereins begrüßen. Interessierte Fragen wurden u.a. zum ausgestellten Messplatz 62 von Präcitronic Dresden gestellt, die wir bereitwillig beantworteten. Neben fernmeldetechnischen Exponaten präsentierten wir wieder eine Anzahl unserer Publikationen, die auch käuflich erworben werden konnten. Die 2017 veröffentlichte Broschüre „Zur Geschichte der Postbauten in Dresden am Postplatz (1830 bis 2014)“, nun mehr in dritter Auflage, wurde besonders stark nachgefragt.

Hans-Henning Wolf und Jörg Munzig

Oberirdischer Fernmeldebautrupp im Einsatz

Mitglieder bei der Sicherung und Werterhaltung

Auf dem Gelände von PTI 11, Zwickauer Straße stehen – von unserem Verein betreut – auch zwei Fernmeldemasten aus dem Jahre 1932. Sie sind nach dem heutigen Standard der Telekom direkt ins Erdreich gestellt. Auch wenn es sich um teerölgetränkte Masten handelt, ist ihre Standzeit endlich.

Um die Lebensdauer zu verlängern, haben wir die Methode der Deutschen Post der DDR angewandt und sie auf Betonmastfüße gestellt. Dank eines früheren Einsatzes unserer Mitglieder stehen uns derartige Mastfüße zur Verfügung.

Es bedurfte nun neuer Verbindungsbolzen, Mitstreiter für die Einsätze und gutes Wetter. Für die Bolzen hatte unser Vereinsmitglied Udo schon vor einiger Zeit gesorgt. Das Wetter war in diesem Sommer für diese Arbeit – Schachten in 1,50 m Tiefe bei unklaren Bodenverhältnissen – wahrlich kein Vergnügen.

Notwendige Werkzeuge wurden mitgebracht bzw. waren vorhanden. Die Grube wurde mit 60×100 cm ausgehoben, bis uns ein Elektrokabel im Wege war. Hier war dann erst die Hilfe des Geländenutzers und des Verwalters gefragt. Es dauerte dann noch etwa zwei Wochen, bis wir die Freigabe zur Weiterarbeit erhielten.

Am Dienstag, den 15. Oktober war es so weit, dass wir den Mastfuß anbringen konnten. Doch vorher musste noch auf die notwendige Tiefe gegraben werden. Der Boden war noch immer knochenhart, trotz der bisherigen Regenfälle. Aber wir haben es gemeinsam geschafft! Der Mastfuß war am Mast verankert und bekam 15 cm Bodenfreiheit. Damit ist die Standsicherheit für weitere Jahre gegeben. Auch am zweiten Mast lauerte das Kabel. Diesmal haben wir es rechtzeitig feststellen können. So wurden die Sicherungsmaßnahemn zu einem guten Ende gebracht.

Eine Zauberwelt im Dresdner Norden

Der Vereinsabend im September hatte ein tolles Thema – Thomas Kubein berichtete von seiner Arbeit bei GLOBALFOUNDRIES. Wie in einer Zauberwelt konnten wir die Entstehung von Nano-Bauteilen erleben. Thomas hat uns den Betrieb GLOBALFOUNDRIES (ehemals AMD) als eine autarke Stadt vorgestellt. Wasser und Luft – alles wird zum Betriebsablauf aufbereitet, d. h. aufwendig gereinigt und in einem Kreislauf immer wieder aufbereitet. Eine eigene Stromversorgung garantiert ein unterbrechungsfreies Netz. 

Ein phantastisches, ausgeklügeltes Produktionssystem verlangt den Mitarbeitern viel Disziplin ab. Die Schutzkleidung (wozu auch ein Mundschutz gehört) mutet wie ein „Schador“ an und ist sicher nicht besonders beliebt. Aber da die Reinräume keine Staub- oder Rauchpartikel vertragen, muss sich jeder an diese Kleiderordnung halten. Es ist Thomas mit einfachen Worten gelungen, uns alten Fernmeldern „seine“ Nano-Technologie verständlich in deutscher Sprache nahe zu bringen. Alle anwesenden Vereinsmitglieder haben gespannt seinen Worten gelauscht; gestellte Fragen hat Thomas kompetent beantwortet. Es war ein sehr toller Abend und alle, welche nicht anwesend waren, haben viel verpasst. (br)

Wilsdruff sendet fünf Stunden lang auf MW 1044 kHz

Ich erhielt die Nachricht, dass am Tag des offenen Denkmals in Wilsdruff über die Mittelwellenfrequenz 1044 kHz ein Programm, u. a. mit Beiträgen von Klaus Feldmann und Jörg Kachelmann abgestrahlt wird. Leider nur an diesem Tag, nur für fünf Stunden und nicht über den als Wahrzeichen bekannten Antennenmast. Das Gelände des ehemaligen Senders, der am 6. Mai 2013 das letzte Mal mit voller Leistung von 250 kW strahlte, hat ein Privatmann käuflich erworben. So musste der Technikverein Wilsdruff auf den alten Kleinbahnhof Wilsdruff ausweichen. Der dort aufgestellte Sender wurde mit 5 W über eine Drahtantenne von ca. 70 m Länge betrieben.
Die Veranstaltung sollte an die Inbetriebnahme des Senders vor 65 Jahren erinnern.
Schon in Dresden hatte ich auf meinem Autoradio die MW-Frequenz 1044 kHz eingestellt, ein Empfang war aber erst von Grumbach aus möglich. Es gab aber Hörer, die den Empfang in Königstein bzw. Meißen bestätigten.
Im Bahnhofsgebäude waren Schautafeln aufgestellt, an denen man die Geschichte des Senders Wilsdruff und technische Details nachvollziehen konnte. Abgerundet wurde das Ganze durch eine Ausstellung von funktechnischen Exponaten, darunter viele Rundfunkempfänger.
Unter den Anwesenden waren einige Kollegen, mit denen ich früher zusammengearbeitet habe, sodass es viel Gesprächsbedarf gab. So erfuhr ich, dass man auch den Standort Wilsdruff, Rosenstraße besuchen kann.
Auf der Rosenstraße ist eine Vermittlungsanlage aufgebaut, an der Besucher den Verbindungsaufbau mittels Hebdrehwählern nachvollziehen können. Als I. und II.GW dienen Wähler S 50, als Leitungswähler werden Wähler der Firma Autofabag eingesetzt. Die Ausstellung wird komplettiert durch eine OB-Vermittlung, OB-Apparate und einen 1 kW-Mittelwellen-sender der Firma TESLA, der über unseren Partnerverein Cottbus beschafft wurde. Vielleicht wird dieser auch einmal aktiviert. Es wäre den Wilsdruffer Kollegen, von denen viele im Technikverein Sender Wilsdruff bzw. Förderverein Funkturm Wilsdruff organisiert sind, zu wünschen.
Und natürlich, dass die markante Sendeantenne weiterhin zu sehen ist.

Museumsnacht – Wir waren dabei!

Wir beteiligten uns auch in diesem Jahr an der Dresdner Museumsnacht. Unser Museum stand am 6. Juli 2019 von 18 – 1 Uhr offen.

Unsere fachkundigen Vereinsmitglieder führten dabei halbstündlich in kleinen Gruppen durch unsere Endgeräteausstellung.

Zusätzlich boten wir um 18/19/20/21 Uhr Führungen durch den Technischen Betriebsraum an.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite der Dresdner Museumsnacht.

Besuch aus Bochum

Die Mitglieder unseres Partnervereins Telekom-Historik Bochum besuchten vom 11. bis 13. April 2019 zum zweiten Mal Dresden.
Nach der Ankunft in Dresden stand ein Besuch des Fernmeldemuseums auf dem Plan. Hier konnten wir sie mit Dresdner Eierschecke und Kaffee verwöhnen. Einige Vereinsfreunde waren noch nie im Fernmeldemuseum Dresden und waren begeistert von den meist funktionsfähigen Exponaten. Während der Führung wurden viele interessante Gespräche geführt und Erfahrungen ausgetauscht.
2015 hatten uns ja die Bochumer Freunde den entscheidenden Tipp gegeben, drei sehenswerte Ausstellungsstücke in Dortmund abzuholen, die nun eine attraktive Ecke im Vereinszimmer ausfüllen.
Am Abend kam es zu einem gemütlichen Zusammentreffen im Dresdner Restaurant 1900.

Am zweiten Tag war eine gemeinsame Exkursion zur Festung Königstein geplant. Insgesamt 25 Teilnehmer beider Vereine trafen sich unter dem Strick im Dresdner Hbf. Gemeinsam fuhren wir mit der S-Bahn bis Königstein. Hier teilte sich die Gruppe, ein Teil begab sich zu Fuß, der andere fuhr mit dem Bus zum Königstein. Oben angekommen, besichtigten wir inklusive einer Führung die 750 Jahre alte Festung. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Erlebnisrestaurant „In den Kasematten“ besuchten unsere Gäste, begleitet von zwei unserer Vereinsmitglieder, das Panometer Dresden mit dem gegenwärtigen Thema „Dresden 1945“.

Auf der Rückfahrt hatten unsere Bochumer Freunde ausreichend Zeit, die zurückliegenden Stunden Revue passieren zu lassen. Sie bedankten sich ganz herzlich bei den Organisatoren für zwei erlebnisreiche Tage in Dresden und betonten, dass die vielen Kontakte und Fachgespräche untereinander sich zum Vorteil beider Vereine und Museen auswirken werden.


Michael Karwath/ Hans-Henning Wolf

P.S: Unsere Vereinsfreunde aus Bochum haben ebenfalls einen Beitrag auf ihrer Homepage zum Dresden-Besuch eingestellt.

15. Dresdner Geschichtsmarkt

Am Wochenende 23./24.02.2019 fand der 15. Dresdner Geschichtsmarkt in der SLUB statt. Zum Jubiläum waren 71 Aussteller vertreten. Auch wir als Fernmeldeverein stellten uns dem Thema „Die Geschichte von Sport und Tourismus in Dresden und Umgebung“. Unterstützt wurden wir dabei vom Postsportverein Dresden e. V., dessen 1. Vorsitzender an beiden Tagen anwesend war. Der Postsportverein stellte für unsere Präsentation dankenswerterweise Pokale, Vereinswimpel, Trikots, Sportabzeichen sowie historische  Dokumente  zur Verfügung.
Die Besucher interessierten sich vor allem,
– wie es zur Gründung des Postsportvereins kam,
– für zentrale Wettkämpfe der Deutschen Post und
– welche „Nischen“ (Schach, Synchronschwimmen, Rollkunstlauf) durch
den Verein abgedeckt wurden.

Eventuell haben wir wohl den einen oder anderen Besucher angeregt, über eine Mitgliedschaft im Postsportverein nachzudenken.

Wie jedes Jahr nutzten wir die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen uns bereits über viele Jahre bekannten Vertretern beteiligter Vereine.
Wir bedanken uns beim Verein „Dresdner Geschichtsmarkt“ e. V. recht herzlich für die Möglichkeit, unsere Ergebnisse zum zentralen Thema präsentieren und gleichzeitig auch Werbung für das Fernmeldemuseum Dresden betreiben zu können.

Kalender 2019

Der Jahreskalender 2019 des Fernmeldemuseums kann für 5 € je Stück bestellt oder vor Ort erworben werden.

Nächste Gelegenheit ist am Öffnungstag, jeden 1. Samstag im Monat.

Vereins – Exkursion zu den früheren NVA-Objekten Kolkwitz und Leuthen

Die 3. Exkursion in diesem Jahr führte uns am 10.11.2018 zu zwei zu DDR-Zeiten geheimnisumwobenen Objekten der NVA. 18 Mitglieder unseres Vereins trafen sich im Militärhistorischen Museum der Kolkwitzer Bunkerfreunde GS 31 e.V.

Im Walde gelegen, früher noch besser getarnt und gegen „Fremdlinge“ abgeschirmt, steht der Bau heute unscheinbar inmitten eines nach der Wende errichteten Gewerbeparks. Von Kolkwitz wurde von 1967 bis 1990 der gesamte südliche Luftraum der DDR überwacht. Um auch noch nach einem evtl. Kernwaffenschlag handlungsfähig zu sein, hatte der Gefechts-stand (GS) 3 Etagen mit je 700 m² unter der Erde. Darüber befand sich ein Kopfbau mit Verwaltungs- und sonstigen Funktionsräumen.

Die Führung übernahmen zwei ehemalige langjährige Angehörige des GS, die sehr tiefgründig die technischen Einrichtungen und strategisch-komplexe Zusammenhänge erläuterten. Staunend und z. T. etwas schaudernd arbeiteten wir uns durch die Etagen, in denen viele Räume wieder betriebsfähig gemacht wurden. Auch ein Teil der umfangreichen Fernmeldetechnik „klappert“ bereits wieder. Da es vom Bunker keinerlei Funk-Aktivitäten geben durfte, musste sämtlicher Funkverkehr über einige viele Kilometer abgesetzte Sendeanlagen realisiert werden. Eine davon war die RiFu-Stelle Leuthen, die wir nach einer wohlverdienten Mittagpause besuchten. Reiseleiter Burkhard hatte mit dem „Böhmischen Rasthof“ in Hänichen ein sehr gutes Restaurant ausgewählt.

Die Richtfunkbetriebsstelle Leuthen befindet sich außerhalb des Ortes auf bzw. in einem bewaldeten Hügel. Dort arbeiteten eine Handvoll NVA- und Ziviltechniker. Auch dieses technische Denkmal wird von den Kolkwitzer Bunkerfreunden betreut. Mit einbrechender Dunkelheit machten wir uns, mehr oder weniger „erschlagen“ von der Flut an Eindrücken dieser Exkursion, wieder auf den Heimweg. Allen Organisatoren des Ausfluges, vor allem den Kolkwitzer Bunkerfreunden, herzlichen Dank für ihren Einsatz!

Hans-Jürgen Träber

Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse (AREB) 2018

Am 13.10.2018 fand die 15. Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse Dresden (AREB) in den Räumlichkeiten der Technischen Universität Dresden, Mommsenstraße statt. Wie auch schon in den vergangenen Jahren nahmen wir an der dieser Börse teil. Neben dem Anbieten von typischen Gerätschaften der Fernmeldetechnik, z. B. Wählern, Relais, Netzteilen, Messgeräten und Fernsprechapparaten verwiesen wir die Besucher auch auf unsere Öffnungstage für einen weiterführenden Besuch des Fernmeldemuseums. Denn immer wieder stellten wir fest, dass Besucher bisher noch nichts von der Existenz des Fernmeldemuseums Dresden gehört haben. Einige Besucher wollten spezielle technische Sachverhalte klären. Außerdem konnten wir zahlreiche Bestellungen für unsere Publikation „Postbauten am Postplatz“ entgegennehmen.
Erfreulicherweise konnten wir unseren Prager Freund Pavel Langer, Autor der Broschüre „Telefony“ ,begrüßen, der wie jedes Jahr mit Bekannten die Börse besucht.
Besonders interessant fand ich zwei Exponate aus der berühmten Atelierserie der Fa. Braun. Diese Serie wurde Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre auf den Markt gebracht und zeichnete sich durch außergewöhnliches Design aus.