Sächsisch-Tschechische Tourismuskonferenz

Am 08.06.2022 konnten wir als Verein auf Einladung der IHK Dresden/Chemnitz an der Sächsisch-Tschechischen Tourismuskonferenz im wunderschönen Barockgarten Großsedlitz teilnehmen. Neben unserem Vereinsvorsitzenden verfolgten zwei weitere Mitglieder die unterschiedlichen Vorträge zu Kooperationen, Werbemaßnahmen und Marketing von beiden Seiten der Euroregion Elbe/Labe.

Vorträge von Vertretern der Euroregion Elbe/Labe, der Vereinigung Bäder Franzensbad, vom Tourismusverband Sächsische Schweiz und auch von der Kreditanstalt für Wiederaufbau rundeten den Vormittag ab.  Die hervorragend fungierenden Simultan-Übersetzer haben zu einer hohen Verständlichkeit beigetragen. Unser Hauptanliegen bestand darin, Erfahrungen aus anderen Branchen zur touristischen Akquise von Kunden/Gästen zu sammeln. Dabei sollen Ländergrenzen keine Gästegrenzen sein! Unser Hauptzielgebiet bleibt natürlich der deutschsprachige Raum.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen konnten wir bei strahlendem Sonnenschein eine sehr informative Parkführung genießen. Der Nachmittag war geprägt durch Workshops zu unterschiedlichen Themen, die in zwei Gruppen durchgeführt wurden. Da wir zu dritt anwesend waren, konnten wir den Ausführungen in beiden Gruppen folgen. Aus diesen Erfahrungen werden wir diverse Themen aufnehmen, die wir im Vorstand und mit den Mitgliedern diskutieren und ggf. umsetzen wollen.

Andreas Klinke

Teilnehmer an der Konferenz
Aus einer Präsentation
Während der Diskussion

20 Jahre Elektrotechnische Sammlung Markkleeberg

Gern sind wir der Einladung zur Festveranstaltung 20 Jahre Elektrotechnische  Sammlung Markkleeberg, die pandemiebeding erst in diesem Jahr stattfand, nachgekommen. Auf dem Gelände am Umspannwerk in Markleeberg eröffnete sich für uns eine umfangreiche und sehr eindrucksvolle Ausstellung mit Technik der Elektroenergieversorgung in ihrer Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zudem befindet sich eine Bildungs- und Begegnungsstätte in einem der Gebäude am Umspannwerk, dass zur Aus- und Weiterbildung für elektrotechnische Berufe unter Nutzung der umfangreichen Sammlung sowie der beruflichen Erfahrungen der Arbeitskreismitglieder eingerichtet ist. Nach der Festveranstaltung konnten wir interessante Fachgespräche führen und neue Kontakte knüpfen. Einen großen Dank an den Leiter der Sammlung Dr. Jens Jannasch und seine Kollegen für die schönen Stunden und die ausführliche Führung.

20 Jahre Elektrotechnische  Sammlung Markkleeberg
Dr. Jens Jannasch bei seiner Festrede
20 Jahre Elektrotechnische Sammlung Markkleeberg
Sehr gepflegte Telefonsammlung
20 Jahre Elektrotechnische Sammlung Markkleeberg
Spezialisten im Gespräch

16. Museumstag & Handwerkermarkt Neschwitz – wir waren wieder dabei.

Auf Einladung der Kultur- und Heimatfreunde Neschwitz konnten wir mit ausgewählten Exponaten der Fernmeldetechnik sowie historischen Dokumentationen zum Gelingen des 16. Museumstages & Handwerkermarktes beitragen. Nach einer zweijährigen pandemiebedingten Pause nutzen zahlreiche Besucher dieser regionalen Veranstaltung die Gelegenheit, um mit uns ins Gespräch zu kommen. Ganz in Familie wurde den Sprösslingen von den Eltern und Großeltern anschaulich gezeigt, wie man früher telefonierte. Dank Wiedererkennungswert der präsentierten Telefone wurde so manche Begebenheit aus der prähistorischen „Vor-Handy-Zeit“ ausgetauscht. Große Bewunderung erweckte die Arbeitsweise des Demonstrationsmodells einer Wahlstufe des Systems 22 mit dem Ansageton „kein Anschluss unter dieser Nummer…“. Auch das ausgestellte Dosentelefon sowie die Standverbindung mittels Feldfernsprecher wurden rege genutzt. Bei bestem frühlingshaften Wetter konnten wir erneut für unser technisches Museum Aufmerksamkeit erwecken. Angesichts der preisgünstigen Reisemöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf Basis des 9-Euro-Tickets planen bereits einige den Besuch unserer umfangreichen Ausstellung in Dresden ein.

Fernmeldemuseum in „Museum Digital“

Das Fernmeldemuseum Dresden präsentiert einige seiner Objekte in „Museum Digital“.
Museum-Digital ist eine Plattform, auf der große und kleine Museen Informationen zu ihren Objekten veröffentlichen. Sie umfasst Objekte verschiedenster Art, die durch vielfache Verweise miteinander verknüpft werden, um Zusammenhänge zu veranschaulichen und das Auffinden zu erleichtern.
Neben dem Fernmeldemuseum Dresden nehmen über 700 Museen aus allen Bundesländern teil und präsentieren mehr als eine halbe Million Objekte.
Link zur Museumsplattform

AREB 2021

Wie jedes Jahr war unser Verein in den bereits vertrauten Räumlichkeiten der TU Dresden mit einem eigenen Stand vertreten. Leider war auch in diesem Jahr noch das Corona-Problem präsent, Einlasskontrollen und das Tragen von Masken demzufolge Pflicht. Der Veranstalter hatte diesmal sogar ein Testzentrum vor Ort eingerichtet.

Die Börse war gut besucht. Wie in den Vorjahren hatten wir typische Geräte und Baugruppen der Fernmeldetechnik, u. a. Wähler, Messgeräte und Fernsprechapparate im Angebot. Unvermutet gut lief der Verkauf unseres Vereinskalenders 2022. Davon hatten wir leider zu wenig Exemplare mitgenommen und konnten so die Nachfrage vor Ort nicht ganz befriedigen. Eine Bestellung über unser Internetportal ist aber jederzeit möglich. Es gab viele persönliche Kontakte mit alten Bekannten. Unsere Präsenz vor Ort hat eventuell bei diesem oder jenem Besucher das Interesse aufgefrischt bzw. geweckt, uns zu den Öffnungstagen oder im Rahmen von Sonderführungen ausgiebiger kennenzulernen.

Hans-Jürgen Träber

Im Inneren ist alles abgeschirmt/gekapselt
Abhörsicheres SAS-Telefon
Unser Stand
Standbetreuer
Veranstaltungsraum
Veranstaltungsraum

Exkursion zum „Liegenden Eifelturm der Lausitz“

Am 25. September diesen Jahres starteten wir unsere Exkursion zum Besucherbergwerk Abraumförderbrücke F60 in Lichterfeld-Schacksdorf. Dieser stählerner Gigant ist die größten bewegliche Arbeitsmaschine der Welt. Errichtet wurde diese vom Unternehmen TAKRAF Lauchhammer im Zeitraum von 1989 bis1991. Sie arbeitete vom März 1991 bis zur verordneten Stilllegung Juni 1992 im Braunkohletagebau Klettwitz nahe der Autobahn A13. Die Stahlkonstruktion wird auch als „Liegender Eiffelturm der Lausitz“ bezeichnet. Die Gesamtlänge beträgt 502 Meter, damit überragt sie den Eiffelturm um 182 Meter. Mit der Breite von 204 Metern und der Höhe von fast 80 Metern werden ihre gewaltigen Dimensionen unterstrichen.

In einer zweistündigen Führung wurde uns die Funktionsweise der Abraumförderbrücke anschaulich erläutert. Angefangen von den beindruckenden 780 Fahrwerksrädern am Gleisbereich eroberten wir uns stufenweise Meter um Meter bis wir die eindrucksvolle Plattform in 75m Höhe erreichten. Der Blick auf das Stahlfachwerk des Koloss sowie der grandiose Rundumblick in die Niederlausitzer Heide entschädigte uns für die Mühen des Aufstiegs.

Ein Besuch der Schaltzentrale der Brücke sowie der vielen technischen Zeitzeugen am Boden rundete unsere Exkursion ab. Ein unvergessenes Erlebnis, für welches wir uns bei den Organisatoren der Exkursion und natürlich auch bei den einladenden Verein des Besucherbergwerkes bedanken möchten.

F60_ Abraumförderbrücke
F60_ Abraumförderbrücke
F60_ Abraumförderbrücke
Detailblick auf das Fahrgestell
F60_ Abraumförderbrücke
der Aufstieg beginnt
F60_ Abraumförderbrücke
Einblick in den Leitstand
F60_ Abraumförderbrücke
während des Rundgangs
F60_ Abraumförderbrücke
Besuchergruppe IGHFt

Das Ende der Antenne in Wilsdruff

Man kann es eigentlich immer noch nicht fassen: Mit dem Fallen der Antenne in Wilsdruff ist die Landmarke im Dresdner Raum verschwunden. Das Sendeaus für diese Antenne war bereits 2013 gekommen. Viele Jahre kämpften der Technikverein Wilsdruff und der Förderverein Wilsdruff für den Erhalt dieser die Landschaft prägenden Konstruktion. So organisierten sie beispielsweise interessante Ausstellungen über den Sender Wilsdruff im Radeberger Schloss Klippenstein und in Wilsdruff. Am Tag des offenen Denkmals 2019 wurde über eine Behelfsantenne am Kleinbahnhof Wilsdruff noch einmal fünf Stunden lang ein Programm über die Frequenz 1044 kHz ausgestrahlt

Die Sprengung der Mittelwellen-Antenne wurde am 01.08.2021 um 09:30 Uhr ausgelöst, aber nur eine der beiden für die Sprengung vorbereiteten Pardunen – so heißen die Halteseile in der Fachsprache – wurde durch die  Schneidladung durchtrennt. Die 153 m hohe Antenne blieb stehen. Um 10:20 Uhr fiel sie dann – laut Angaben vieler Augenzeugen nahezu geräuschlos – in die vorgesehene Richtung.  Das zweite Halteseil war also mechanisch durchtrennt worden.

Am 08.10.2021 wurde das Fußstück vom Förderverein geborgen. Es soll an einem noch zu bestimmenden Standort in Wilsdruff als Denkmal aufgestellt werden.

Antenne im Juli 2021
Antenne im Juli 2021….
.... mit drei Halteseilen in 60 m Höhe
…. mit 3 Pardunen in 60 m Höhe
Antenne am 01.08.2021, 10:20 Uhr
Antenne am 01.08.2021, 10:20 Uhr
Antenne am Boden
Antenne am Boden
Antennenteilstück mit elektr. Befeuerung und Pardunenhalterung
Antennenteilstück, Durchmesser 1,50 m