Die zweite Exkursion des Jahres führte uns am 13.06. in die Technischen Sammlungen Dresden. Mit dem Förderverein der Sammlungen pflegen wir seit Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit und fachlichen Aus- tausch. Die Ende des Jahres beginnende energetische Sanierung des Gebäudes auf der Junghansstraße und die damit verbundene zeitweilige Schließung der Ausstellungen, war uns Anlass genug für einen erneuten Besuch. Sachkundig und mit viel Engagement führten uns die Vereinsmitglieder durch das Radiodepot und stellten uns die historische Rechentechnik vor. Diese Zeitreise durch die verschiedenen Epochen der Rund- funktechnik mit genialem Erfindergeist bereitete uns viel Freude. Es erwachten Erinnerungen an Hörgewohn- heiten, die durch gekonnte technische Simulationen an ausgewählten Röhrenradios in längst verstummten Wellenbereichen wieder nah- und hörbar wurden. Das Werden und Vergehen der historischen Rechentechnik zog uns ebenso in den Bann. Sächsischer Erfindergeist spielte hier eine wichtige globale Vorreiterrolle, zeigte aber auch, dass mit schwindender Wirtschaftskraft dem enormen internationalen Entwicklungstempo nicht mehr Schritt gehalten werden konnte. Dennoch waren wir beeindruckt, wie die Rechentechnik der ersten Stunde funktionierte und vor allem durch das Engagement der Vereinsmitglieder zum neuen Leben erweckt wurde. Ein Besuch des Cafés im historischen Ernemannturm sowie der herrliche Rundumblick von der Aussichts- plattform rundete diese Exkursion ab. Wir bedanken uns bei den engagierten Mitgliedern des Förderverein der Technischen Sammlungen e.V. für die eindrucksvolle Führung.
Radio von Loewe Opta Berlin 1926/1927Dresdner Radiogeschichte, Mende&Co. DresdenWeltempfänger Ingelen Geographics 39Erster „Großrechner“ D4a
Demonstrationsmodell eines Rechners der ersten GenerationRechentechnik Made in GDR, der Robotron 300letzter Großrechner Made in GDR, K1840Steuerung der alten Stadionanzeige
Das Fernmeldemuseum Dresden beteiligt sich an der Museumsnacht am 20.06.26. Von 18–24 Uhr können sich Interessierte einen Überblick über die Geschichte des Telefons und der historischen Fernmeldegeschichte verschaffen.
Bei detaillierten Führungen, die bei uns immer am ersten Sonnabend im Monat von 10 – 15 Uhr stattfinden, können Sie dann tiefer in diese interessante Technik „einsteigen“.
Infos und Tickets erhalten Sie ab sofort auf der Internetseite der Museumsnacht. Darüber hinaus sind die Tickets auch an allen Fahrausweisautomaten des VVO und an der Dresden-Information erhältlich. Die Tickets berechtigen am 20.06.26 ab 14 Uhr bis 4 Uhr des Folgetages zur kostenfreien Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO).
Wir freuen uns auf Ihren „Schnupper-Besuch“ in unserem Museum!
Unsere technische Sammlung konnte vor wenigen Wochen um weitere interessante Exponate bereichert werden. So können wir einen Nachbau des Telefon von Philipp Reis, ein seltenes Telefon mit Trommelwähler sowie ein Demonstrationsmodell eines ESK-Koppelfeldes präsentieren. Historischen Schaltglieder aus dem Jahr 1922 sowie der Rückstellklappenschrank und ein Glühlampenschrank warten noch auf eine technische Aufbereitung, bevor auch sie im alten Glanz präsentiert werden können.
Rückstellklappenschrank ZB 21Glühlampenschrank 27ESK-KoppelfeldGruppenwähler System Dresden
Nachbau eines Telefons von Philipp ReisLeitungswählergestell System LeipzigTrommelwählerTrommelwähler
Ein Blick über den sprichwörtlichen Gartenzaun erlaubt den eigenen Horizont zu erweitern. Als technisch orientierter Verein blicken wir durch regelmäßigen Exkursionen interessiert in Ausstellungen sowie Präsentationen von Museen und vergleichbar ehrenamtlich geführten Vereinen. Die erste Exkursion des Jahres 2026 führte uns am 21. Februar nach Roßwein. Anlässlich des 14. Maschinenhausfestes des Dampfmaschinenvereins Roßwein e.V. bot sich die Gelegenheit, dieses deutschlandweit einmalige Technische Denkmal und die aktive Arbeit dieses Vereins hautnah zu erleben. Neben zahlreichen Exponaten, Zeitdokumenten und Schautafeln konnten wir zwei liebevoll restaurierte Dampfmaschinen in Aktion erleben. Dabei handelte es sich zum einem um eine Hanomag-Dampfmaschine aus dem Jahr 1911 mit einer stolzen Leistung von 160 PS und zum anderen um eine Maschine der Firma Hofmann & Zinkeisen – Zwickau aus dem Jahr 1931 mit einer Leistung von 80 PS. Diese Antriebsmaschinen waren in regionalen Textilbetrieben in Roßwein und in Lengefeld im Einsatz, um mittels Transmissionsriemen weitere Textilmaschinen zu betreiben. Der typische Ölgeruch, der uns nicht unbekannt ist, die Fachgespräche und letztlich auch den Verzehr der angebotenen Speisen und Getränke begleiteten unseren Rundgang. Mit großem Engagement waren die veranstaltenden Vereinsmitglieder sowie deren zahlreiche Helfer dabei, uns einen tieferen Einblick in ihre Arbeit zu gewähren.
Nach diesem eindrucksvollen Besuch erkundeten wir individuell die Kleinstadt Roßwein. Auf dem Rückweg versäumten wir es nicht, die botanische Kostbarkeit dieser Stadt zu besuchen. Der ebenfalls ehrenamtlich geführte Heimatverein Roßwein e. V. bot uns die Möglichkeit, im Kamelienhaus insgesamt 16 eingepflanzte Kamelien sowie zahlreich Topfpflanzen in origineller Präsentation zu bewundern.
Mit vielen gewonnen Eindrücken beendeten wir diese interessante Exkursion.
Arbeitsplatz im MaschinenraumHanomag-DampfmaschineDetail der Hanomag-DampfmaschineHeizungskeller
Hofmann & Zinkeisen – ZwickauTopfpflanzen Blick in das KamelienhausWeiße Blütenpracht
Der Jahreskalender 2026 ist fertig! Dafür haben wir in den letzten Monaten unser Fotoarchiv durchstöbert und können Ihnen nun in jedem Monat des kommenden Jahres einen interessanten Blick zurück in die Fernmeldehistorie bieten. Die Aufnahmen wurden unverändert im Schwarz-Weiß-Format in den Kalender übernommen.
Der Kalender kann zum Preis von 14 € inkl. Versand bei uns bestellt werden (z. B. formlos per E-Mail an verein@ighft.de).
Der Kalender ist leider ausverkauft.
Vor Ort – z. B. an einem unserer Öffnungstage – können Sie den Kalender für 10 € erwerben und direkt mitnehmen.
Am 12.10.2025 fand die Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse Dresden (AREB) zum zweiten Mal am neuen Standort Haus der Presse, Ostra-Allee 20 statt. Da sich unser Verein bereits seit 2005 ununterbrochen an der AREB beteiligt, war es somit für uns sogar ein kleines Jubiläum. Wir hatten neben Jahreskalendern typische Gerätschaften der Fernmeldetechnik, erstmals auch diverse Kleinteile im Angebot. Unter den Besuchern waren viele fernmeldetechnisch vorbelastete. Manche hatten im letzten Jahr einige unserer Artikel gekauft oder wollten Tipps zum Ausbau ihrer historischen Technik.
Es gab auch ein Wiedersehen mit Ausstellern. So mit Mitgliedern des Technikvereins Sender Wilsdruff. Mit etwas Wehmut erinnerten wir uns an den Tag des Denkmals 2019, an dem letztmalig für fünf Stunden die Mittelwellenfrequenz 1044 kHz von einem Kleinstsender am Kleinbahnhof Wilsdruff abgestrahlt wurde.
In Gesprächen mit Mitgliedern der Gesellschaft der Freunde der Geschichte des Funkwesens in Deutschland wurde der UKW-Empfang zu DDR-Zeiten thematisiert. In diesem Zusammenhang konnte ich auf Beschreibungen von Schränken des Systems RLVE 55 (Rundfunkleitungs-Verstärkereinrichtung) auf unserer Internetseite verweisen. https://fernmeldemuseum-dresden.de/?s=rlve+55
Der SEW-Verlag aus Dresden bot unserem Verein die Möglichkeit, einen Beitrag im Landkalenderbuch für die Sächsische Schweiz – Osterzgebirge zu veröffentlichen. Auf den Verlag aufmerksam wurde unser Schatzmeister, Samir Köckritz, aufgrund einer Veröffentlichung zu sächsischen Postämtern auf alten Ansichtskarten.
Das Motto des Landkalenderbuches für das kommende Jahr 2026 heißt „Technik, die begeistert“, und so wählten wir das Thema „Fernsehtürme“. Unser Vereinsmitglied Eberhard Hollwitz erzählt in dem Beitrag nicht nur über den allseits bekannten Fernsehturm in Dresden-Wachwitz, sondern auch über seinen Vorläufer, den Fernsehsender in Wahnsdorf.
Am 23. August 2025 wurde das Landkalenderbuch 2026 im kleinen Örtchen Bielatal in der Sächsischen Schweiz durch den SEW-Verlag präsentiert. Die einzelnen Beiträge und Autoren wurden kurz und auf sehr unterhaltsame Weise vorgestellt. Für unsere Interessengemeinschaft nahm der 2. Vorsitzende, Burkhard Hollwitz, an der Veranstaltung teil, bei der auch die Belegexemplare übergeben wurden.
Herzlichen Dank an dieser Stelle dem SEW-Verlag für die gute Zusammenarbeit.
Das Landkalenderbuch mit vielen interessanten Beiträgen ist hier erhältlich.
Drei Vereinsmitglieder nahmen an der Tourismuskonferenz teil. Die IHK Dresden als Veranstalter hatte auch diesmal als Tagungsort den Barockgarten Großsedlitz gewählt. Die Tourismuskonferenz stand unter dem Motto „Aktuelle Trends im Tourismus“. Dazu gab es Vorträge zur Digitalisierung von Arbeitsabläufen und den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Ein weiteres Thema war die Gewinnung von Arbeitskräften in der Tourismusbranche durch Einbe-ziehen der unter Jugendlichen beliebten SocialMedia-Kanäle. Nach der Mittagspause gab es eine kurze Führung durch den Schlosspark. Das Programm wurde fortgesetzt mit einer Podiumsdiskussion zu der Frage, ob in Sachsen und der Region Usti gedrehte Filme als Tourismusmotor wirken könnten. Außerdem gab es noch Informationen zu Aktionen im Rahmen des Programms Kulturhauptstadt Chemnitz 2025.
Wir werden uns als Verein aktuellen Trends nicht verschließen und noch stärker als bisher auf digitale Medien setzen, um neue und vor allem auch junge Interessenten zu erreichen.
Am 27.05.2025 besuchten wir unsere Partner in Cottbus. Die Cottbuser Freunde sind als „Fachgruppe Telefongeschichte“ in den Historischen Heimatverein Cottbus eingebunden. Das Fernmeldemuseum auf der Hutungstraße ist jeden Mittwoch geöffnet. Wir nutzten den planmäßigen Öffnungstag, die Kontakte zu unseren Kollegen aufzufrischen. Sie gehen ja schon zurück auf den 11.09.1999, als die damals gesammelte vorwiegend analoge Technik zwischen den beiden Vereinen aufgeteilt wurde. Einige unserer Vereinsmitglieder waren hingegen das erste Mal im Cottbuser Museum.
Es ist schon beeindruckend, sich die Sammlung anzuschauen. Besonders interessant fand ich die Sirenensteuertechnik und das Vermittlungssystem Siemens S 26. Das System S 26 konnte ich erstmals in Funktion erleben. Es war nur in Berlin und Umgebung und in Bayern eingesetzt. Nach der Besichtigung gab es noch bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Im Namen aller Teilnehmer bedanke ich mich für die überaus herzliche Betreuung.
Am 17. Mai 2025 ist der Weltfernmeldetag, auch bekannt als World Telecommunication and Information Society Day. Dieser Tag erinnert an den vor 160 Jahren gegründeten Weltfernmeldeverein (ITU). Der Weltfernmeldetag wurde als Gedenktag von der ITU im Jahre 1967 ausgerufen und weist auf das Gründungsdatum der ITU im Jahre 1865 hin. Der Weltfernmeldetag soll die Bedeutung und die Errungenschaften der Telekommunikation und der Informationsgesellschaft hervorheben. Es ist eine Gelegenheit, über die Rolle der Kommunikation in der modernen Welt nachzudenken und die Fortschritte in diesem Bereich zu feiern. Die Post- und Fernmelde-verwaltungen zahlreicher Länder haben in der Vergangenheit mit der Herausgabe besonderer Postwertzeichen auf den Weltfernmeldetag aufmerksam gemacht.
Text: Prof. W. Bärwald
BD 2021 DDR 1990 GB1965
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HR 2015 DDR 1978V 1978
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Unser Museum bietet Ihnen Einblicke in die Entwicklung der Fernmeldetechnik. Besuchen Sie uns am besten an einem der nächsten Öffnungstage.