Das Ende der Antenne in Wilsdruff

Man kann es eigentlich immer noch nicht fassen: Mit dem Fallen der Antenne in Wilsdruff ist die Landmarke im Dresdner Raum verschwunden. Das Sendeaus für diese Antenne war bereits 2013 gekommen. Viele Jahre kämpften der Technikverein Wilsdruff und der Förderverein Wilsdruff für den Erhalt dieser die Landschaft prägenden Konstruktion. So organisierten sie beispielsweise interessante Ausstellungen über den Sender Wilsdruff im Radeberger Schloss Klippenstein und in Wilsdruff. Am Tag des offenen Denkmals 2019 wurde über eine Behelfsantenne am Kleinbahnhof Wilsdruff noch einmal fünf Stunden lang ein Programm über die Frequenz 1044 kHz ausgestrahlt

Die Sprengung der Mittelwellen-Antenne wurde am 01.08.2021 um 09:30 Uhr ausgelöst, aber nur eines der beiden für die Sprengung vorbereiteten Pardunen – so heißen die Halteseile in der Fachsprache – wurde durch die  Schneidladung durchtrennt. Die 153 m hohe Antenne blieb stehen. Um 10:20 Uhr fiel sie dann – laut Angaben vieler Augenzeugen nahezu geräuschlos – in die vorgesehene Richtung.  Das zweite Halteseil war also mechanisch durchtrennt worden.

Antenne im Juli 2021
Antenne im Juli 2021….
.... mit drei Halteseilen in 60 m Höhe
…. mit 3 Pardunen in 60 m Höhe
Antenne am 01.08.2021, 10:20 Uhr
Antenne am 01.08.2021, 10:20 Uhr
Antenne am Boden
Antenne am Boden
Antennenteilstück mit elektr. Befeuerung und Pardunenhalterung
Antennenteilstück, Durchmesser 1,50 m

AREB 2020 – trotz Corona ein Erfolg

Die diesjährige 17. Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse (AREB) in Dresden konnte wegen eines ausgeklügeltem Corona-Konzeptes des Veranstalters stattfinden . Dazu gehörten die Begrenzung der Anzahl der Besucher, die sich gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten konnten, und das konsequente Tragen eines Mund- und Nasenschutzes für jeden Besucher und Aussteller. Trotz dieser Einschränkungen war die Börse erstaunlich gut besucht. Angeboten wurden Exponate aus der Entstehungszeit  elektrischer Kommunikationstechnik bis zur Gegenwart, vom Telegraphen über Telefon-, Radio- und Funktechnik aller Art bis hin zu einem von Geheimdiensten benutzten Spionage-Koffer. Dazu Unmengen von Ersatzteilen und Bastlermaterial.

Unser Verein war u.a. mit einem umfangreichen Sortiment an Fernsprechapparaten, verschiedenen Messgeräten, Relais, Netzteilen, einer Ruf- und Signalmaschine und einem kleinen Prüfschrank vertreten. Besonderes Interesse fanden unser Vereinskalender 2021 und die Broschüre „Postbauten am Postplatz“.

Wir nutzten  natürlich auch die Zeit, um auf die Öffnungszeiten unseres Fernmeldemuseums am Postplatz hinzuweisen. Und von einigen Besuchern können wir in den nächsten Tagen weitere interessante Exponate für unser Museum übernehmen…

AREB 2020
Reges Treiben
AREB 2020
Unsere Standbetreuer
AREB 2020
Aussteller

2020 – Jahr der Industriekultur in Sachsen

Unter dem Motto „Interessant, was uns damals verband“ beteiligt sich unser Verein am Themenjahr. So nehmen wir an den Öffnungstagen auf die Industriekultur Bezug, z. B. auf Fernmeldetechnik, die in unserer Region gebaut wurde und auf „Kunst am Bau“ an vielen Postgebäuden in Sachsen. Videovorführungen sind in Planung.
Im Schaufensterbereich des Museums ist eine Schautafel zum Thema „2020 – Jahr der Industriekultur in Sachsen“ gestaltet.

Die folgenden beiden Anlagen geben weitere Informationen zur Industriekultur in unserem Museum.

Morseübungsschreiber
Morseübungsschreiber
Tafel (rechts) Industriekultur
Tafel (rechts) Industriekultur
Ruf- und Signalmaschine
Ruf- und Signalmaschine

Wilsdruff sendet fünf Stunden lang auf MW 1044 kHz

Ich erhielt die Nachricht, dass am Tag des offenen Denkmals in Wilsdruff über die Mittelwellenfrequenz 1044 kHz ein Programm, u. a. mit Beiträgen von Klaus Feldmann und Jörg Kachelmann abgestrahlt wird. Leider nur an diesem Tag, nur für fünf Stunden und nicht über den als Wahrzeichen bekannten Antennenmast. Das Gelände des ehemaligen Senders, der am 6. Mai 2013 das letzte Mal mit voller Leistung von 250 kW strahlte, hat ein Privatmann käuflich erworben. So musste der Technikverein Wilsdruff auf den alten Kleinbahnhof Wilsdruff ausweichen. Der dort aufgestellte Sender wurde mit 5 W über eine Drahtantenne von ca. 70 m Länge betrieben.
Die Veranstaltung sollte an die Inbetriebnahme des Senders vor 65 Jahren erinnern.
Schon in Dresden hatte ich auf meinem Autoradio die MW-Frequenz 1044 kHz eingestellt, ein Empfang war aber erst von Grumbach aus möglich. Es gab aber Hörer, die den Empfang in Königstein bzw. Meißen bestätigten.
Im Bahnhofsgebäude waren Schautafeln aufgestellt, an denen man die Geschichte des Senders Wilsdruff und technische Details nachvollziehen konnte. Abgerundet wurde das Ganze durch eine Ausstellung von funktechnischen Exponaten, darunter viele Rundfunkempfänger.
Unter den Anwesenden waren einige Kollegen, mit denen ich früher zusammengearbeitet habe, sodass es viel Gesprächsbedarf gab. So erfuhr ich, dass man auch den Standort Wilsdruff, Rosenstraße besuchen kann.
Auf der Rosenstraße ist eine Vermittlungsanlage aufgebaut, an der Besucher den Verbindungsaufbau mittels Hebdrehwählern nachvollziehen können. Als I. und II.GW dienen Wähler S 50, als Leitungswähler werden Wähler der Firma Autofabag eingesetzt. Die Ausstellung wird komplettiert durch eine OB-Vermittlung, OB-Apparate und einen 1 kW-Mittelwellen-sender der Firma TESLA, der über unseren Partnerverein Cottbus beschafft wurde. Vielleicht wird dieser auch einmal aktiviert. Es wäre den Wilsdruffer Kollegen, von denen viele im Technikverein Sender Wilsdruff bzw. Förderverein Funkturm Wilsdruff organisiert sind, zu wünschen.
Und natürlich, dass die markante Sendeantenne weiterhin zu sehen ist.

Besuch aus Bochum

Die Mitglieder unseres Partnervereins Telekom-Historik Bochum besuchten vom 11. bis 13. April 2019 zum zweiten Mal Dresden.
Nach der Ankunft in Dresden stand ein Besuch des Fernmeldemuseums auf dem Plan. Hier konnten wir sie mit Dresdner Eierschecke und Kaffee verwöhnen. Einige Vereinsfreunde waren noch nie im Fernmeldemuseum Dresden und waren begeistert von den meist funktionsfähigen Exponaten. Während der Führung wurden viele interessante Gespräche geführt und Erfahrungen ausgetauscht.
2015 hatten uns ja die Bochumer Freunde den entscheidenden Tipp gegeben, drei sehenswerte Ausstellungsstücke in Dortmund abzuholen, die nun eine attraktive Ecke im Vereinszimmer ausfüllen.
Am Abend kam es zu einem gemütlichen Zusammentreffen im Dresdner Restaurant 1900.

Am zweiten Tag war eine gemeinsame Exkursion zur Festung Königstein geplant. Insgesamt 25 Teilnehmer beider Vereine trafen sich unter dem Strick im Dresdner Hbf. Gemeinsam fuhren wir mit der S-Bahn bis Königstein. Hier teilte sich die Gruppe, ein Teil begab sich zu Fuß, der andere fuhr mit dem Bus zum Königstein. Oben angekommen, besichtigten wir inklusive einer Führung die 750 Jahre alte Festung. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Erlebnisrestaurant „In den Kasematten“ besuchten unsere Gäste, begleitet von zwei unserer Vereinsmitglieder, das Panometer Dresden mit dem gegenwärtigen Thema „Dresden 1945“.

Auf der Rückfahrt hatten unsere Bochumer Freunde ausreichend Zeit, die zurückliegenden Stunden Revue passieren zu lassen. Sie bedankten sich ganz herzlich bei den Organisatoren für zwei erlebnisreiche Tage in Dresden und betonten, dass die vielen Kontakte und Fachgespräche untereinander sich zum Vorteil beider Vereine und Museen auswirken werden.


Michael Karwath/ Hans-Henning Wolf

P.S: Unsere Vereinsfreunde aus Bochum haben ebenfalls einen Beitrag auf ihrer Homepage zum Dresden-Besuch eingestellt.

15. Dresdner Geschichtsmarkt

Am Wochenende 23./24.02.2019 fand der 15. Dresdner Geschichtsmarkt in der SLUB statt. Zum Jubiläum waren 71 Aussteller vertreten. Auch wir als Fernmeldeverein stellten uns dem Thema „Die Geschichte von Sport und Tourismus in Dresden und Umgebung“. Unterstützt wurden wir dabei vom Postsportverein Dresden e. V., dessen 1. Vorsitzender an beiden Tagen anwesend war. Der Postsportverein stellte für unsere Präsentation dankenswerterweise Pokale, Vereinswimpel, Trikots, Sportabzeichen sowie historische  Dokumente  zur Verfügung.
Die Besucher interessierten sich vor allem,
– wie es zur Gründung des Postsportvereins kam,
– für zentrale Wettkämpfe der Deutschen Post und
– welche „Nischen“ (Schach, Synchronschwimmen, Rollkunstlauf) durch
den Verein abgedeckt wurden.

Eventuell haben wir wohl den einen oder anderen Besucher angeregt, über eine Mitgliedschaft im Postsportverein nachzudenken.

Wie jedes Jahr nutzten wir die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen uns bereits über viele Jahre bekannten Vertretern beteiligter Vereine.
Wir bedanken uns beim Verein „Dresdner Geschichtsmarkt“ e. V. recht herzlich für die Möglichkeit, unsere Ergebnisse zum zentralen Thema präsentieren und gleichzeitig auch Werbung für das Fernmeldemuseum Dresden betreiben zu können.

Testseite

Werter Besucher unseres Internetauftrittes!

Sie befinden sich auf einer Testseite. Diese wurde eingebaut, damit wir die Auswirkungen bestimmter Einstellungen bei der Erstellung von Seiten/ Beiträgen in WordPress besser einschätzen können.
Unsere Seiten/Beiträge sind ausgelegt für das Bildschirmformat 16:9 (z. B. Auflösung 1600:900). Im Steigen ist der Anteil von Breitbandmonitoren im Format 16:10 (z. B. Auflösung 1600:1000). (Zusätzlich in den Interneteinstellungen Zoom100 %). Viele Nutzer loggen sich auch über Smartphones ein. Wir streben für möglichst alle Nutzer eine akzeptable Darstellung der eingefügten Bilder an.

Momentan sehen Sie hier einen Auszug aus einem Beitrag (250, 180, 404, H 303; mittel)

Siemensapparat mit Schlagring-Nummernschalter
Siemensapparat mit Schlagring-NS
Historischer OB-Apparat mit Holzmembran-Mikrofon
Historischer OB-Apparat
Historischer OB-Apparat. Rechts die Rückseite der Holzmembran mit nachgefertigten Kohlenstiften
Blick in den historischen OB-Apparat



Vereins – Exkursion zu den früheren NVA-Objekten Kolkwitz und Leuthen

Die 3. Exkursion in diesem Jahr führte uns am 10.11.2018 zu zwei zu DDR-Zeiten geheimnisumwobenen Objekten der NVA. 18 Mitglieder unseres Vereins trafen sich im Militärhistorischen Museum der Kolkwitzer Bunkerfreunde GS 31 e.V.

Im Walde gelegen, früher noch besser getarnt und gegen „Fremdlinge“ abgeschirmt, steht der Bau heute unscheinbar inmitten eines nach der Wende errichteten Gewerbeparks. Von Kolkwitz wurde von 1967 bis 1990 der gesamte südliche Luftraum der DDR überwacht. Um auch noch nach einem evtl. Kernwaffenschlag handlungsfähig zu sein, hatte der Gefechts-stand (GS) 3 Etagen mit je 700 m² unter der Erde. Darüber befand sich ein Kopfbau mit Verwaltungs- und sonstigen Funktionsräumen.

Die Führung übernahmen zwei ehemalige langjährige Angehörige des GS, die sehr tiefgründig die technischen Einrichtungen und strategisch-komplexe Zusammenhänge erläuterten. Staunend und z. T. etwas schaudernd arbeiteten wir uns durch die Etagen, in denen viele Räume wieder betriebsfähig gemacht wurden. Auch ein Teil der umfangreichen Fernmeldetechnik „klappert“ bereits wieder. Da es vom Bunker keinerlei Funk-Aktivitäten geben durfte, musste sämtlicher Funkverkehr über einige viele Kilometer abgesetzte Sendeanlagen realisiert werden. Eine davon war die RiFu-Stelle Leuthen, die wir nach einer wohlverdienten Mittagpause besuchten. Reiseleiter Burkhard hatte mit dem „Böhmischen Rasthof“ in Hänichen ein sehr gutes Restaurant ausgewählt.

Die Richtfunkbetriebsstelle Leuthen befindet sich außerhalb des Ortes auf bzw. in einem bewaldeten Hügel. Dort arbeiteten eine Handvoll NVA- und Ziviltechniker. Auch dieses technische Denkmal wird von den Kolkwitzer Bunkerfreunden betreut. Mit einbrechender Dunkelheit machten wir uns, mehr oder weniger „erschlagen“ von der Flut an Eindrücken dieser Exkursion, wieder auf den Heimweg. Allen Organisatoren des Ausfluges, vor allem den Kolkwitzer Bunkerfreunden, herzlichen Dank für ihren Einsatz!

Hans-Jürgen Träber

Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse (AREB) 2018

Am 13.10.2018 fand die 15. Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse Dresden (AREB) in den Räumlichkeiten der Technischen Universität Dresden, Mommsenstraße statt. Wie auch schon in den vergangenen Jahren nahmen wir an der dieser Börse teil. Neben dem Anbieten von typischen Gerätschaften der Fernmeldetechnik, z. B. Wählern, Relais, Netzteilen, Messgeräten und Fernsprechapparaten verwiesen wir die Besucher auch auf unsere Öffnungstage für einen weiterführenden Besuch des Fernmeldemuseums. Denn immer wieder stellten wir fest, dass Besucher bisher noch nichts von der Existenz des Fernmeldemuseums Dresden gehört haben. Einige Besucher wollten spezielle technische Sachverhalte klären. Außerdem konnten wir zahlreiche Bestellungen für unsere Publikation „Postbauten am Postplatz“ entgegennehmen.
Erfreulicherweise konnten wir unseren Prager Freund Pavel Langer, Autor der Broschüre „Telefony“ ,begrüßen, der wie jedes Jahr mit Bekannten die Börse besucht.
Besonders interessant fand ich zwei Exponate aus der berühmten Atelierserie der Fa. Braun. Diese Serie wurde Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre auf den Markt gebracht und zeichnete sich durch außergewöhnliches Design aus.

AREB 2018
Standbetreuer
AREB 2018
Diskussion über einen Schaltplan
AREB 2018
Aus der Atelierserie der Fa. Braun
AREB 2018
Diskussion mit einem Prager Freund