15 Jahre Fernmeldemuseum Mühlhausen

Am 20.03.2000 wurde der Fernmeldemuseumsverein Mühlhausen e. V. gegründet. Bereits seit 1996 hatte man begonnen, zur Verschrottung bestimmte analoge Vermittlungstechnik und Endgeräte zu sammeln. Am 14.10.2000 wurde das Fernmeldemuseum eröffnet, gekoppelt mit der Präsentation moderner digitaler Vermittlungs- und Übertragungstechnik durch die Deutsche Telekom.

Kontakte zu unserem Verein gibt es seit 2003. Fünf  Vereinsmitglieder der IGHFt wollten den 15. Geburtstag des Fernmeldemuseums Mühlhausen gemeinsam mit ihren Gründern und Betreuern begehen. In Mühlhausen angekommen, gab es erst einmal Kaffee und Kuchen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins Bernd Stollberg besuchten wir das Museum. In der oberen Etage vorwiegend Endgeräte, beginnend mit einem Bellschen Telefon aus dem Jahre 1885, Vermittlungstechnik, u. a. mit 22er und 27/29er Wählern, und weitere Exponate, z. B. einem Fernschreiber T51 und PCM 30- Baugruppen, über die bereits vor der Wiedervereinigung eine PCM-Strecke in den „Westen“ betrieben wurde. Im Keller befindet sich ein Ausstellungsraum für Fernmeldebau mit Kupfer- und Glasfaserkabeln, Montage- und Messtechnik.

Der Tag der offenen Tür war sehr gut besucht. Unsere Mühlhäuser Freunde hatten sich gut auf diesen Tag vorbereitet. Auch Ankündigungen im Radio und Flyer sorgten dafür, dass viele Besucher erschienen. Unter den Besuchern waren auch ehemalige Mitarbeiter der Telekom und artverwandter Berufe, die ihren Angehörigen mitunter die alte Technik selbst erklärten.

Vorstandsmitglied Jörg Richter betätigte sich extra für uns als Fremdenführer und gab bei einem 2- stündigen Stadtrundgang Einblicke in die Geschichte Mühlhausens und zeigte Stätten, die mit dem Wirken Thomas Müntzers verbunden waren. Höhepunkt der Führung war ein Rundgang auf der begehbaren Stadtmauer.

Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen, u. a. mit Wurstspezialitäten aus dem Eichsfeld. Unser Vereinsvorsitzender Claus Hegewald übergab dem Vereinsvorsitzenden des Fernmeldemuseums Mühlhausen Bernd Stollberg ein Buch des VDE Dresden mit einem  Beitrag zum 130- jährigen Bestehen des Fernmeldewesens in Dresden. Nach einem ereignisreichen Tag fuhren wir nach Dresden zurück, nicht ohne unseren Mühlhäuser Freunden und Ehepartnern herzlich für die angenehmen Stunden zu danken.

 

 

 

Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse (AREB) 2015

Etwa 100 Aussteller aus ganz Deutschland zeigten und handelten Ihre rundfunktechnischen Geräte. Auch in diesem Jahr waren wir als Aussenseiter wieder mit auf der AREB.  Im schönen Ambiente der Alten Mensa der TU Dresden hat es Spaß gemacht unseren Verein vorzustellen und Fragen zu uns und unserer Technik zu beantworten. Natürlich konnten wir auch einige Vereinsmitglieder und Freunde unseres Vereins an unserem Stand begrüßen sowie neue Kontakte knüpfen. Für einige Besucher war unsere Präsentation Anregung unserem Fernmeldemuseum in naher Zukunft einen Besuch abzustatten.

 

Spende der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG

Der Vorstand der IGHFt mit dem Spendenscheck der DDVRB

Der Vorstand der IGHFt mit dem Spendenscheck der DDVRB

Zur Vorstellung des Geschäftsberichtes der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank waren Vertreter unseres Vereins am gestrigen Tag eingeladen.

Warum?

Im Geschäftsbericht 2014 der Bank heißt es sinngemäß, damit Geschichte greifbar wird, stellen wir Ihnen aus unserem Kundenkreis, Personen, Firmen und Verein vor, die Traditionen pflegen und Geschichte bewahren.

Dabei fiel die Wahl u. a. auch auf unsere Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik. Mit Bild und Kurzbeitrag wurde unser Verein vorgestellt und unsere Arbeit gewürdigt.

Diese ehrenamtliche Arbeit fand Anerkennung durch eine Spende, die wir für die weitere Gestaltung unserer Vereinsarbeit nutzen werden.

Für die Spende möchte sich der Vorstand unseres Vereins auch im Namen aller Vereinsmitglieder recht herzlich bedanken.

 

Ing-Diba Dankeschön-Feier

Wie bereits in diesem Beitrag berichtet, gehört das Fernmeldemuseum auch 2015 dank vieler Unterstützer zu den Gewinnern der Ing-Diba Vereinsaktion DiBaDu und Dein Verein.

Am Samstag, dem 03.10.2015 feierten die Mitglieder des Fernmeldemuseums mit einigen Unterstützern diesen Gewinn mit einem Gläschen Sekt, Kaffee, Kuchen, Soljanka und einer Sonderführung. Selbst aus Schwäbisch Hall waren Gäste angereist.

Was lange währt, wird gut!

Drei Kabelverzweiger (KVz), geborgen im Stadtgebiet von Dresden, lagen bereit und warteten auf ihre Aufstellung auf dem Außengelände des PTI 11, auf der Zwickauer Straße. Eine Arbeitsgruppe war am Jahresanfang gegründet, Absprachen getroffen, doch dann kam der heiße Sommer…

Am letzten Samstag, 19.09.2015 war das Wetter für derartige Arbeiten angenehmer und so machte sich die Fernmeldebautruppe, bestehend aus vier Vereinsmitgliedern, an die Arbeit. Udo hatte am Freitag schon die drei im Lager befindlichen KVz allein in die Nähe des Aufstellungsortes gebracht. So konnten die Arbeit mit dem Ausschachten der Gruben, entsprechend des Planes von Ronald, zügig beginnen. Der erste KVz wurde gegen 11.30 Uhr zur Grube „gewackelt“ und aufgestellt. Kurz darauf folgte der zweite KVz und 12.15Uhr hatte auch der dritte KVz seinen neuen Standort eingenommen. Mit dem Aushub haben wir die Fläche um die KVz dann noch etwas begradigt. Gegen 12.45 Uhr waren die Arbeiten beendet und die Fernmeldebautruppe konnte ihr wohlverdientes Wochenende antreten.

Die KVz sind nun noch zu entrosten und zu streichen, dass sollte bei schönem Herbstwetter in diesem Jahr noch möglich sein. Dazu werden noch Helfer gesucht!

Dann warten noch ein Fernsprechhäuschen und ein Linienverzweiger (LVz) auf Ihre Aufstellung auf dem Außengelände.

Danke an der Stelle unserer Fernmeldebautruppe und den Kollegen des PTI 11 für Ihre Unterstützung im Vorfeld.

Der Tag des offenen Denkmals 2015 ist Geschichte

Im Gegensatz zum Vorjahr hatten wir in diesem Jahr strahlenden Sonnenschein am Tag des offenen Denkmals.  Das Thema „Handwerk, Technik, Industrie“ passte ebenfalls. So konnten wir 237 Besucher in unserem Fernmeldemuseum begrüßen. Damit lagen wir fast an der obersten Grenze des Machbaren.
Der Erlebnistag der DDV Mediengruppe am Haus der Presse, also in unserer unmittelbaren Nähe, hat dazu bestimmt mit beigetragen.
Insgesamt können wir einschätzen, dass es – trotz kleiner Mängel – bei der großen Besucherzahl einen geordneten Ablauf gegeben hat.
Alle beteiligten Mitstreiter haben dafür gesorgt, dass wir alle Besucher ohne größere Wartezeiten durch unsere Ausstellung führen konnten.
Von vielen Besuchern wurden anerkennende Worte für unsere Arbeit und das Geschaffene geäußert.
Einige werden andere Angebote von uns nutzen, um uns noch einmal einen Besuch abzustatten.

Leider können wir keine Bilder von unseren Aktivitäten anbieten. Wir sind einfach nicht zum Fotografieren gekommen – schade. Sie finden aber in der Dresdener Ausgabe der Sächsischen Zeitung vom 14.09.2015 einen Artikel über den Tag des Denkmals, u. a. mit Impressionen vom Fernmeldemuseum.

 

Telefon trifft Eisenbahn – unser erster Auftritt im Eisenbahnmuseum Dresden

Auf Einladung des Eisenbahnmuseums Dresden haben wir uns anlässlich des Tages der Vereine in diesem Museum erstmalig vorgestellt. Danke an die Eisenbahnfreunde für die Einladung. Mitgenommen hatten wir die Kleinst-VStW, gebaut von unserem Eckhard Keilig sowie weitere Anschauungsmodelle, Schautafeln zum Fernmeldenetz bei der Post und der deutschen Reichsbahn und eine Reihe von Telefonapparaten. Leider wurde der Tag aufgrund des schönes Wetter von sehr wenigen Besuchern genutzt, eigentlich schade. Es wäre schön, wenn in der Zukunft aus diesem Tag der Vereine eine Tradition, auch mit mehr Ausstellern und mehr Besuchern würde.  Wir haben aber die Möglichkeit genutzt über die weitere Zusammenarbeit zwischen unseren Vereinen in der Zukunft zu reden.  Eine Beteiligung am Dampfloktreffen 2016 könnte ein Anfang sein.

 

Aktion Sperrmüll

In der Vergangenheit berichteten wir ja wiederholt über Zugänge neuer Technik. Da unsere Räumlichkeiten mit der Technik leider nicht „mitwachsen“ musste dafür mal altes weichen. Begonnen wurde mit Sperrmüll, vorwiegend Holz.

7 Vereinsmitglieder benötigten ca. 2 Stunden um alles zu zerlegen und auf 3 PKW Anhänger zu verladen um es auf diesem Wege dem Rohstoffkreislauf wieder zuzuführen.

Weitere Einsätze zur Entsorgung von Metall sowie technischen Geräten werden nötig sein um die Lagerkapazitäten etwas zu entlasten.
Brauchbare Gegenstände werden wir wieder auf unserem „Marktplatz“ anbieten, bei Interesse nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Neuerwerbungen

Drei neue Funktionsmodelle

Im letzten Beitrag haben wir von der Übergabe und dem Transport „neuer“ historischer Fernmeldetechnik aus Dortmund nach Dresden berichtet. Nach der provisorischen Aufstellung in der vorigen Woche und ersten Tests konnten wir heute alle Anlagen an den vorgesehenen Platz versetzen.

Es handelt sich um die Funktionsmodelle  der Systeme EMD 55v  bzw. HDW 50 (Siemens) und um eine Fallwähleranlage.

Dank des Fingerspitzengefühls von unserem Thomas und etwas Wähleröl können nun die Anlagen auch in Funktion vorgeführt werden. Unsere Besucher und die Techniker werden sich, hinsichtlich der Fallwähleranlage freuen, die Arbeitsweise dieses sehr selten gezeigten Anlagentyps vorgeführt zu bekommen.

Historische Technik wird von Dortmund nach Dresden überführt

Von unseren Freunden der Telekom-Historik Bochum erhielten wir die Information, dass in Dortmund eine historische Fernmeldesammlung aufgelöst werden muss. Wir bekundeten unser Interesse bei den für die Sammlung Verantwortlichen. Sie erteilten uns die Freigabe für zwei Fernschreiber und drei Anschauungsmodelle aus dem Bereich der Vermittlungstechnik, darunter eine Fallwähleranlage. In Dresden waren bis zur Zerstörung 1945 wahrscheinlich nur zwei Fallwähleranlagen (Rathaus und Dresdner Bank) in Betrieb. Wir konnten bisher keine derartige Anlage zeigen, da diese Technik auf dem Territorium der ehemaligen DDR frühzeitig außer Betrieb genommen wurde.

Am Montag, d.13.07.2015 war es dann soweit. Mit einem Klein-LKW sind drei Vertreter unseres Vereins nach Dortmund aufgebrochen. Trotz einiger Staus erreichten wir unser Ziel gegen 18 Uhr und konnten uns so noch mit den Bochumer Vereinsfreunden zu einem Erfahrungsaustausch treffen. Das Beladen erfolgte dann am Dienstag. Dabei erhielten wir tatkräftige Unterstützung durch die Bochumer Vereinsfreunde, die uns danach stolz ihr Fernmeldemuseum zeigten. Eine wirklich hervorragende Ausstellung!

Mit gut gesicherter und gepolsterter Ladung traten wir die Rückfahrt an und erreichten nach ca. 550 km gegen 20 Uhr Dresden. Unserem Thomas ließen die Fallwähler keine Ruhe. Er hat inzwischen erste Tests durchgeführt. Ergebnis: Die Technik hat den Transport gut überstanden und funktioniert.

Danke an die Kollegen aus Dortmund, die die Übernahme der Technik ermöglichten. Wir werden diese würdig präsentieren, stellen sie doch eine wertvolle Ergänzung unseres Anlagenbestandes dar.

Jürgen Haubold/ Hans-Henning Wolf