Exkursion nach Freiberg

Unsere erste diesjährige Exkursion führte uns am 25. März in die Bergstadt Freiberg. Vom launigen Aprilwetter ließen wir uns nicht verdrießen. Eine Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr bot sich hier an und so trafen wir uns unter dem berühmten, imaginären Strick der Empfangshalle des Dresdner Hauptbahnhofes. Nach einer kurzweiligen Reise mit der Regionalbahn kamen wir pünktlich in Freiberg an. Ein Stadtrundgang, begleitet von Regenschauern, führte uns in und durch den historischen Stadtkern. Claus Hegewald und Burkhard Hollwitz fungierten als sachkundige Fremdenführer und vermittelten uns Wissenswertes aus der langen Geschichte der Stadt. Nach einer kräftigen Stärkung in der rustikalen Stadtwirtschaft mit deftiger böhmischer Küche und der dazugehörigen Bierverkostung erreichten wir das Gebäude des ehemaligen Hauptpostamtes von Freiberg. In der umgewidmeten Pakethalle im Erdgeschoß wird seit 2011 eine fernmeldetechnische Sammlung betrieben und interessierten Publikum vorgeführt. Auf Initiative der Familie Unruh-Laue, den jetzigen Eigentümern des Gebäudes, und unter fachkundiger Führung von Eckhard Keilig einem Fernmeldetechniker im Unruhestand, wurde auch durch Unterstützung unseres Vereins eine wirklich sehenswerte Ausstellung geschaffen, die eine tieferen Einblick in die über hundertjährige analoge Fernsprech- und Fernschreibtechnik vermittelt.  Wie es sich unter „Fernmeldern“ gehört, begann sofort eine intensive Fachsimpelei. So erfuhren wir, dass die laufende Erweiterung der Ausstellung durch eine restaurierte Postschalterwand zur ehemaligen Paketausgabe das Frühlingsfest der Stadt bereichern soll. Gleichzeitig wird das Jubiläum 300 Jahre Postmeilensäule begangen. Es lohnt sich, also am 07. Mai erneut nach Freiberg zu reisen. Trotz der widrigen Wetterbegleiterscheinungen verlebten wir interessante Stunden, bedanken uns für die gute Organisation und besonders bei Eckhard Keilig und Familie Unruhe-Laue für die erwiesene Gastfreundschaft.

Jörg Munzig

Abfahrbereit zur Exkursion
Abfahrbereit zur Exkursion
Postmeilensäule
Postmeilensäule
Stadtrundgang
Stadtrundgang
Selbstwählamt System 29
Selbstwählamt System 29
Blick in den Ausstellungsraum
Blick in den Ausstellungsraum
Begrüßung durch E. Keilig
Begrüßung durch E. Keilig

Exkursion zum Feldbahnmuseum

Frühherbstliches Wetter begleitete unsere diesjährige Exkursion am 24. September zum Feldbahnmuseum in die Herrenleite zwischen Pirna-Mockethal und Dorf Wehlen gelegen. Mit Herzblut und großem Enthusiasmus schafften hier die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vereins Historischen Feldbahn Dresden e.V. in den zurückliegenden 45 Jahren ihres Bestehens ein Eldorado historischer Feldbahnen mit typischen Gleisanlagen und Gebäuden. Begonnen hatte alles 1982 in Dresden Klotzsche, als Eisenbahnfreunde eine alte Feldbahnelektrolok aus der ehemaligen Ziegelei Kunath Obergorbitz, einem Ortsteil von Dresden, vor der Verschrottung retteten sowie in den folgenden Jahren eine Sammlung aufbauten und stetig erweiterten. Die räumliche Begrenztheit am Dresdner Standort sowie die Kündigung der Anmietung führte dazu, dass eine Erweiterung der Sammlung nur durch eine örtliche Veränderung möglich war. Nach mehreren vergeblichen Anläufen in der Umgebung von Dresden ein geeignetes größeres Areal zu finden, ist der Verein 1996 auf das Gelände des ehemaligen Mineralölwerks in der Herrenleite gestoßen und konnte dies pachten. Nach einem logistisch anspruchsvollen Umzug zwischen 1998 bis 2001 wurde die Sammlung kontinuierlich erweitert und an den Öffnungstagen von April bis Oktober einem interessierten Publikum zugänglich. Nach einem hoch interessanten Einführungsvortrag und einer leckeren Beköstigung nahmen wir die vielen Exponate augenscheinlich in Betrachtung. Eine Fahrt mit einer aufbereiteten Feldbahn-Traktion, bestehend aus einer Diesellok Typ Jung und ausrangierten Wagen der Parkeisenbahn Dresden zählte zu einem weiteren Höhepunkt unseres kurzweiligen Besuches. Tiefbeindruckt bedankten wir uns bei den Vereinsmitgliedern für die umfangreiche Präsentation der Exponate auf dem geschichtsträchtigen Gelände der Herrenleite.

Der Tag endete nach einer kurzen Wanderung mit einem erneuten Besuch der „Kleinen Sächsischen Schweiz“ im nahegelegenen Dorf Wehlen. Vielen Dank an die Organisatoren dieser Exkursion.

Einblick in die Ausstellung
Einblick in die Ausstellung
Sammlung von Feldloren
Sammlung von Feldloren
historisches Lok-Depot aus Demitz-Thumitz
historisches Lok-Depot
Einblick in die Schmiede
Einblick in die Schmiede
AEG Fahrleitungsloks
AEG Fahrleitungsloks
Dampflokomotive Krauss 55 PS
Dampflokomotive Krauss 55 PS

Typenschild Jung EL 105
Typenschild Jung EL 105
Fahrbereite E-Lok Jung EL 105
Fahrbereite E-Lok Jung EL 105


Streckentelefon wartet auf Restaurierung
Streckentelefon wartet auf
Restaurierung





Sächsisch-Tschechische Tourismuskonferenz

Am 08.06.2022 konnten wir als Verein auf Einladung der IHK Dresden/Chemnitz an der Sächsisch-Tschechischen Tourismuskonferenz im wunderschönen Barockgarten Großsedlitz teilnehmen. Neben unserem Vereinsvorsitzenden verfolgten zwei weitere Mitglieder die unterschiedlichen Vorträge zu Kooperationen, Werbemaßnahmen und Marketing von beiden Seiten der Euroregion Elbe/Labe.

Vorträge von Vertretern der Euroregion Elbe/Labe, der Vereinigung Bäder Franzensbad, vom Tourismusverband Sächsische Schweiz und auch von der Kreditanstalt für Wiederaufbau rundeten den Vormittag ab.  Die hervorragend fungierenden Simultan-Übersetzer haben zu einer hohen Verständlichkeit beigetragen. Unser Hauptanliegen bestand darin, Erfahrungen aus anderen Branchen zur touristischen Akquise von Kunden/Gästen zu sammeln. Dabei sollen Ländergrenzen keine Gästegrenzen sein! Unser Hauptzielgebiet bleibt natürlich der deutschsprachige Raum.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen konnten wir bei strahlendem Sonnenschein eine sehr informative Parkführung genießen. Der Nachmittag war geprägt durch Workshops zu unterschiedlichen Themen, die in zwei Gruppen durchgeführt wurden. Da wir zu dritt anwesend waren, konnten wir den Ausführungen in beiden Gruppen folgen. Aus diesen Erfahrungen werden wir diverse Themen aufnehmen, die wir im Vorstand und mit den Mitgliedern diskutieren und ggf. umsetzen wollen.

Andreas Klinke

Teilnehmer an der Konferenz
Aus einer Präsentation
Während der Diskussion

20 Jahre Elektrotechnische Sammlung Markkleeberg

Gern sind wir der Einladung zur Festveranstaltung 20 Jahre Elektrotechnische  Sammlung Markkleeberg, die pandemiebeding erst in diesem Jahr stattfand, nachgekommen. Auf dem Gelände am Umspannwerk in Markleeberg eröffnete sich für uns eine umfangreiche und sehr eindrucksvolle Ausstellung mit Technik der Elektroenergieversorgung in ihrer Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zudem befindet sich eine Bildungs- und Begegnungsstätte in einem der Gebäude am Umspannwerk, dass zur Aus- und Weiterbildung für elektrotechnische Berufe unter Nutzung der umfangreichen Sammlung sowie der beruflichen Erfahrungen der Arbeitskreismitglieder eingerichtet ist. Nach der Festveranstaltung konnten wir interessante Fachgespräche führen und neue Kontakte knüpfen. Einen großen Dank an den Leiter der Sammlung Dr. Jens Jannasch und seine Kollegen für die schönen Stunden und die ausführliche Führung.

20 Jahre Elektrotechnische  Sammlung Markkleeberg
Dr. Jens Jannasch bei seiner Festrede
20 Jahre Elektrotechnische Sammlung Markkleeberg
Sehr gepflegte Telefonsammlung
20 Jahre Elektrotechnische Sammlung Markkleeberg
Spezialisten im Gespräch

16. Museumstag & Handwerkermarkt Neschwitz – wir waren wieder dabei.

Auf Einladung der Kultur- und Heimatfreunde Neschwitz konnten wir mit ausgewählten Exponaten der Fernmeldetechnik sowie historischen Dokumentationen zum Gelingen des 16. Museumstages & Handwerkermarktes beitragen. Nach einer zweijährigen pandemiebedingten Pause nutzen zahlreiche Besucher dieser regionalen Veranstaltung die Gelegenheit, um mit uns ins Gespräch zu kommen. Ganz in Familie wurde den Sprösslingen von den Eltern und Großeltern anschaulich gezeigt, wie man früher telefonierte. Dank Wiedererkennungswert der präsentierten Telefone wurde so manche Begebenheit aus der prähistorischen „Vor-Handy-Zeit“ ausgetauscht. Große Bewunderung erweckte die Arbeitsweise des Demonstrationsmodells einer Wahlstufe des Systems 22 mit dem Ansageton „kein Anschluss unter dieser Nummer…“. Auch das ausgestellte Dosentelefon sowie die Standverbindung mittels Feldfernsprecher wurden rege genutzt. Bei bestem frühlingshaften Wetter konnten wir erneut für unser technisches Museum Aufmerksamkeit erwecken. Angesichts der preisgünstigen Reisemöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf Basis des 9-Euro-Tickets planen bereits einige den Besuch unserer umfangreichen Ausstellung in Dresden ein.

Fernmeldemuseum in „Museum Digital“

Das Fernmeldemuseum Dresden präsentiert einige seiner Objekte in „Museum Digital“.
Museum-Digital ist eine Plattform, auf der große und kleine Museen Informationen zu ihren Objekten veröffentlichen. Sie umfasst Objekte verschiedenster Art, die durch vielfache Verweise miteinander verknüpft werden, um Zusammenhänge zu veranschaulichen und das Auffinden zu erleichtern.
Neben dem Fernmeldemuseum Dresden nehmen über 700 Museen aus allen Bundesländern teil und präsentieren mehr als eine halbe Million Objekte.
Link zur Museumsplattform

AREB 2021

Wie jedes Jahr war unser Verein in den bereits vertrauten Räumlichkeiten der TU Dresden mit einem eigenen Stand vertreten. Leider war auch in diesem Jahr noch das Corona-Problem präsent, Einlasskontrollen und das Tragen von Masken demzufolge Pflicht. Der Veranstalter hatte diesmal sogar ein Testzentrum vor Ort eingerichtet.

Die Börse war gut besucht. Wie in den Vorjahren hatten wir typische Geräte und Baugruppen der Fernmeldetechnik, u. a. Wähler, Messgeräte und Fernsprechapparate im Angebot. Unvermutet gut lief der Verkauf unseres Vereinskalenders 2022. Davon hatten wir leider zu wenig Exemplare mitgenommen und konnten so die Nachfrage vor Ort nicht ganz befriedigen. Eine Bestellung über unser Internetportal ist aber jederzeit möglich. Es gab viele persönliche Kontakte mit alten Bekannten. Unsere Präsenz vor Ort hat eventuell bei diesem oder jenem Besucher das Interesse aufgefrischt bzw. geweckt, uns zu den Öffnungstagen oder im Rahmen von Sonderführungen ausgiebiger kennenzulernen.

Hans-Jürgen Träber

Im Inneren ist alles abgeschirmt/gekapselt
Abhörsicheres SAS-Telefon
Unser Stand
Standbetreuer
Veranstaltungsraum
Veranstaltungsraum

Exkursion zum „Liegenden Eifelturm der Lausitz“

Am 25. September diesen Jahres starteten wir unsere Exkursion zum Besucherbergwerk Abraumförderbrücke F60 in Lichterfeld-Schacksdorf. Dieser stählerner Gigant ist die größten bewegliche Arbeitsmaschine der Welt. Errichtet wurde diese vom Unternehmen TAKRAF Lauchhammer im Zeitraum von 1989 bis1991. Sie arbeitete vom März 1991 bis zur verordneten Stilllegung Juni 1992 im Braunkohletagebau Klettwitz nahe der Autobahn A13. Die Stahlkonstruktion wird auch als „Liegender Eiffelturm der Lausitz“ bezeichnet. Die Gesamtlänge beträgt 502 Meter, damit überragt sie den Eiffelturm um 182 Meter. Mit der Breite von 204 Metern und der Höhe von fast 80 Metern werden ihre gewaltigen Dimensionen unterstrichen.

In einer zweistündigen Führung wurde uns die Funktionsweise der Abraumförderbrücke anschaulich erläutert. Angefangen von den beindruckenden 780 Fahrwerksrädern am Gleisbereich eroberten wir uns stufenweise Meter um Meter bis wir die eindrucksvolle Plattform in 75m Höhe erreichten. Der Blick auf das Stahlfachwerk des Koloss sowie der grandiose Rundumblick in die Niederlausitzer Heide entschädigte uns für die Mühen des Aufstiegs.

Ein Besuch der Schaltzentrale der Brücke sowie der vielen technischen Zeitzeugen am Boden rundete unsere Exkursion ab. Ein unvergessenes Erlebnis, für welches wir uns bei den Organisatoren der Exkursion und natürlich auch bei den einladenden Verein des Besucherbergwerkes bedanken möchten.

F60_ Abraumförderbrücke
F60_ Abraumförderbrücke
F60_ Abraumförderbrücke
Detailblick auf das Fahrgestell
F60_ Abraumförderbrücke
der Aufstieg beginnt
F60_ Abraumförderbrücke
Einblick in den Leitstand
F60_ Abraumförderbrücke
während des Rundgangs
F60_ Abraumförderbrücke
Besuchergruppe IGHFt