Teilämter

Hier handelt es sich um Kleinstanlagen im Netz der Deutschen Post. Sie wurden vorwiegend in abgelegenen Ortsteilen eingesetzt. Sie sind auch keine selbstständigen Vermittlungssysteme, sondern Teilämter, die an eine Vollvermittlungsstelle angeschlossen werden mussten, das heißt, eine Verbindung zwischen Teilnehmern des gleichen Teilamtes erfolgte immer über die zuständige Vollvermittlungsstelle. Vorteile eines Teilamtes

Bei 50 Teilnehmern benötigte man 50 Doppeladern. Waren diese 50 Teilnehmer Gemeinschaftsanschlüsse, so waren immerhin noch 25 Doppeladern erforderlich. Bei Einsatz eines Teilamtes waren nur noch 10 Doppeladern erforderlich! Bei der Knappheit an Kabeln und Leitungen war dies mitunter der einzige Weg, um in den entsprechenden Ortsteilen mehr Anschlüsse einrichten zu können.

TA 56 und TA 57

Ohne die typischen “Wähler”. Die Vermittlung wurde hier mittels einer Relaismatrix vorgenommen. Die Teilnehmerzahl war mit 30 Anschlüssen begrenzt.

TA 63

Der erste Vertreter einer neuen Generation von Vermittlungsstellen. Hier wurde als Verbindungsmatrix ein “Großrelais”, ein Koordinatenschalter eingesetzt. Dieser Schalter besteht aus einem System über Kreuz gelegter Drähte. Die Kreuzungspunkte konnten bei Bedarf auf mechanische Weise elektrisch verbunden werden. Hiermit wurde erfolgreich der Wartungsaufwand gesenkt. Auch die Güte der Fernsprechverbindungen wurde erhöht. Geräusche in den Verbindungen waren weitgehend verschwunden.

Die Kapazität betrug 50 Anschlüsse. Der Einsatz erfolgte als Teilamt wie bei den Teilämtern 56 und 57.