1. Exkursion 2018 mit dem Ziel Oberlausitz

Unsere erste  Exkursion des Jahres führte uns wiedermal in die Oberlausitz. 17 Vereinsmitglieder starteten am 22. April bei sommerlichen Temperaturen nach Großdubrau,  um das dort ansässige Elektroporzellan-Museum zu besuchen. Bis zur Liquidierung der traditionsreichen Magarethenhütte im Jahr 1992 wurden vorrangig keramische Isolatoren in allen Formen und Größen produziert. Dank ehemaliger Mitarbeiter, die viele Produktionsmittel vor der Verschrottung retteten, kann man heute noch die einzelnen Verarbeitungsschritte vom Rohmaterial bis zum Endprodukt erläutern. Höhepunkt der fast zweistündigen Führung war die Vorführung eines im Außengelände befindlichen Rohölmotors. Anschließend speisten wir im nahe gelegenen Sächsischen Jäger bevor wir am Nachmittag zur Erkundung der Sonnenuhren nach Taubenheim, einen Ortsteil von Sohland, weiter reisten. Nicht alle der insgesamt 33 Sonnenuhren konnten wir aus Zeitgründen eindeutig ermitteln. Herzlichen Dank sagen wir Burkhard Hollwitz für die gute Organisation der erlebnisreichen Exkursion.

Sibirische Kältewelle vs. TdoT und Geschichtsmarkt

Strahlender Sonnenschein, eisiger Wind und ideale Eislaufbedingungen. So wird vielen das erste Märzwochenende 2018 in Erinnerung bleiben.  Um so erfreulicher fanden zahlreiche Interessenten zum Tag der offenen Tür den Weg in das Fernmeldemuseum und an unseren Stand auf dem 14. Dresdner Geschichtsmarkt. Beide Ereignisse wurden inhaltlich und organisatorisch gut vorbereitet, so dass trotz personeller Doppelbelastung alle Besucher dankbar und mit vielen neuen Eindrücken nach Hause gingen. Im vergangenen Jahr war lange unklar, ob die 14. Auflage des Geschichtsmarktes statt finden kann. Nun ist dieser am neuen Veranstaltungsort in der Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) selbst wieder Geschichte. Übrigens, sowohl in unserem Museum als auch in der SLUB wurde unsere neue Vereinskleidung von den Besuchern und vom Veranstalter gut angenommen.

Wir danken allen Beteiligten Vereinsmitgliedern für  die Einsatzbereitschaft.

14. Geschichtsmarkt
Eingang zur neuen Lokalität
14. Geschichtsmarkt
passt, wackelt und hat Luft….
14. Geschichtsmarkt
Am Stand der IGHFt
OB-Feldvermittlung
OB-Feldvermittlung
14. Geschichtsmarkt
Eröffnungsansprache

Wenn einer eine Reise tut, ….. – der erste Vereinsabend 2018 –

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Unter diesem Motto des ersten Vereinsabend 2018 stellte uns Jürgen Haubold seine bildlich festgehaltenen Eindrücke der Reise in das südwestliche Länderdreieck Deutschlands vor. Diesmal standen jedoch nicht die landschaftlichen Schönheiten des Schwarzwaldes und der Bodenseeregion im Vordergrund sondern die Eindrücke, die Jürgen in drei hoch interessanten Fernmeldesammlungen in Konstanz (D) Schwäbisch Hall (D) und Islikon (CH) gewinnen konnte. Viele interessante Details und Formen der Präsentation von Exponaten könnten auch für unsere Sammlung weitere Anregungen bieten. Jede der vorgestellte Sammlungen hat eine eigene Spezifik, so dass ein Besuch vor Ort, trotz des hohen Zeitaufwands einer Anreise sicher lohnenswert erscheint. Besonders beeindruckt waren die Anwesenden von einem Exponat der Sammlung in Konstanz. Es handelt sich dabei um Hebdrehwähler des Systems 10 nach Strowger, welche auch in Sachsen, so u.a. im Amt Dresden-Süd sowie im Raum Leipzig zum Einsatz kamen. Es ist einem glücklicher Umstand zu verdanken, dass einzelne Gestellrahmen und Wähler nach der Demontage in den 90er Jahren nicht unwiederbringlich verschrottet wurden, sondern in die Sammlung nach Konstanz gelangten. Leider können wir dieses Exponat in unserer Sammlung  (noch) nicht präsentieren. Wünschenswert wäre deshalb eine teilweise Rückverlagerung nach Sachsen. In der Sammlung in  Schwäbisch Hall wird ein Linienverzweiger (LV) gezeigt, der im originalem  Farbton grün unschwer wieder erkennbar ist. Dieser wurde in den 90er Jahren als Geschenk von Dresden über mehrer Stationen in Baden-Württemberg zum jetzigen Ausstellungsort verlagert und von dortigen Vereinsmitgliedern liebevoll gepflegt.  Von großem Interesse für die anwesenden Vereinsmitglieder war die Präsentation technischer Einrichtungen aus Islikon. Hier wurde vor allem das Wirkprinzip des Vermittlungssystem Hasler 31 heiß diskutiert, welches ausschließlich in der Schweiz zum Einsatz kam. Ein weiteres interessante Objekt ist der erste vollautomatische Anrufbeantworter vom Typ Ipsophon aus dem Jahr 1946.

Insgesamt war es wieder ein gelungener Vereinsabend. Wir danken Jürgen für den informativen Vortrag.

 

Vom Winde verweht: OB Hilbert kommt und Friederike geht !

Einer guten Tradition folgend, lud Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert gemeinsam mit der Bürgerstiftung unserer Stadt am 18. Januar verdienstvolle Bürger mit ehrenamtlichen Engagement sowie den Stadtrat und weiteren Ehrengästen zum Neujahrsempfang in den vor wenigen Monaten wieder eröffneten Kulturpalast ein. Unser Verein konnte sieben Mitglieder zu diesem Event delegieren, die dieser Einladung gern folgten. Es war ein in jeder Hinsicht ereignisreicher Abend. Das Sturmtief Friederike erschwerte für viele den Hinweg zum Veranstaltungsort. Leider blieben deshalb begehrte Sitzplätze im Saal und auf den Rängen frei. Nach der viele Themen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens umfassenden Ansprache des OB Hilbert sowie des Grußwortes des  Geschäftsführers der Bürgerstiftung, Herrn Winfried Ripp, folgte die konzertante Aufführung der  Ouvertüre, des 1. Aufzuges sowie Teile des 2. Aufzuges der romantischen Oper EURYANTHE von Carl Maria von Weber. Für viele der anwesenden und geehrten Gäste war dies ein eindrucksvoller Kunstgenuss und erstmalige Begegnung mit dem neuen „alten Kulti“ im Zentrum Dresdens. Der Abend klang mit dem Empfang im Foyer des Palastes aus. Zum späten Abend war von Friederike nicht mehr viel zu spüren. Deren verheerenden Unwesen wurden erst am nächsten Tag für alle deutlich sichtbar….

Wenn es brenzlig wird …

Am 19. November fand unsere letzte Vereinsexkursion des laufenden Jahres statt. In bewährter Weise bestens von Burkhard organisiert, waren wir diesmal bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Dresden-Bühlau zu Gast. Das triste Grau des Novembersonntags hielt 19 Vereinsmitglieder inklusive Ehepartner sowie zwei Kinder nicht davon ab, der Exkursionseinladung zu folgen. Keiner sollte das Kommen bereuen, denn wir erlebten einen rundum gelungenen Nachmittag. Mit großem Interesse folgten wir im schmucken Aufenthaltsraum der Feuerwache, welches gleichzeitig auch als Traditionszimmer fungiert, den Ausführungen des Wehrleiters Frank Pfeiffer. Mit spürbar viel Herzblut vermittelte er uns Wissenswertes über die Historie sowie das Engagement der Mitglieder der seit 1901 bestehenden Freiwilligen Feuerwehr im Stadtteil Bühlau. Anschaulich wurde uns im liebevoll gestalteten kleinen Museum der FFw sowie in der Fahrzeughalle die Entwicklung und die Strukturen der örtlichen Feuerwehr und des Katastrophenwesens vermittelt. Eindrucksvoll abgerundet wurden die Ausführungen durch einen plötzlich eingehenden Notruf der Leitstelle. Die alarmierten Kameraden waren schnell zur Stelle und rückten binnen weniger Minuten motorisiert zur nahe gelegenen Einsatzstelle aus. Offensichtlich konnte dort schnell geholfen werden, denn nach nicht allzu langer Zeit kehrten die Kameraden zur Wache zurück. Mit diesen Eindrücken ging unsere Exkursion am frühen Abend zu Ende. Ganz herzlich möchten wir uns bei Samir und Burkhard bedanken, die gemeinsam in Familie wohlschmeckenden Kuchen gebacken hatten und uns damit den Nachmittag kulinarisch versüßten. Den Kaffee spendierte uns freundlicherweise unser Gastgeber Herr Pfeiffer.

Jörg Munzig