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  • Du und Dein Verein – Abstimmen für das Fernmeldemuseum

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Wilder Robert

Exkursion zur Döllnitzbahn „Wilder Robert“

Unser Jahresplan sah für den 13.Juni 2009 eine Exkursion vor. Bei der Vorbereitung zeigten sich zum Thema einige unvorhergesehene Schwierigkeiten. Dank dem Bemühen von Burkhard Hollwitz unseren 2. Vorsitzenden und Schatzmeister Samir Köckritz erfolgte die Reise mit dem Ziel Oschatz -Mügeln – Glossen. Obwohl die Beteiligung der Mitglieder zu wünschen ließ fanden sich
13 Personen am genannten Tag im Geschäftszimmer ein um mit PKW die Reise anzutreten.

Punkt  09.00 Uhr ging es los, bei prächtigen Wetter und Sonnenschein.

Von Dresden über die B6 nach Oschatz zum Parkplatz an der vergangenen Landesgartenschau. Ein kurzer Blick in das Gelände und das größte  Kaffeekannenmuseum der Welt mit über 7000 Kaffeekannen.

Zwischenzeitlich wurden Fahrkarten besorgt und am Bahnsteig der Döllnitzbahn sorgte ein Original von Eisenbahnfan für das nötige Kolorit.  Hocherfreut wurde der Zug gesichtet und die vorgespannte Dampflok Baureihe 99 zog den Zug heran welcher einen offenen Wagen von der Zittauer Kleinbahn mitführte und die Herzen der Fans höher schlagen ließ.
Mit viel Dampf, Läuten, Sehenswürdigkeiten der Kleinbahn und deren Geschichte an der Strecke, einer schönen Landschaft mit Tierweiden auf denen sich u.a. Pferde, Alpakas und Straußen  wohlfühlten erreichten wir unser Ziel Glossen.

Die Bahn auch „Wilder Robert“ genannt, war in vergangener Zeit bedeutendes Transportmittel für die Industrie und natürlich die dort Beschäftigten.
Kaolin wichtiger Rohstoff für die Keramik – und Porzellanherstellung, Quarzit der in der Hüttenindustrie beim Ausmauern der Schmelzöfen  verwendet wird und Landwirtschaftliche  Produkte die hauptsächlich transportierten Güter.

Die 750mm Strecke hatte in Oschatz eine Anbindung an die Regelbahn Dresden – Leipzig. Sie fiel dem  Fortschritt zum Opfer. Ihr Erhalt ist heute zur Freude aller Kleinbahnfans beliebtes Ausflugsziel. Die Eisenbahnfreunde des Vereins „Wilder Robert e.V.“ leisten dabei eine wertvolle historische Arbeit.

Döllnitzbahnfest und Oschatzer Stadtfest gaben dem Ganzen eine angenehme Umrahmung.

In Glossen ging es dann weiter mit einen Feldbahnzug durch die Schauanlage bis zum Steinbruch. Während der Fahrt zeigten die Vereinsmitglieder an verschieden Haltepunkten erhaltene Technik wie Loks, Wagen und die Brechanlage für Quarzit einschließlich Gleisanlagen.

In rustikalen Wagen mit vorgespannter Feldbahnlok vom Typ Ns2f ging es zurück zum Bahnhof  Glossen, wo erst mal bei Bratwurst, Schaschlik, Gulasch und Suppe eine kleine Stärkung genommen wurde. Die Luft war sehr trocken und die Getränke verdunsteten in den Gläsern.

Mit dem „Wilden Robert ging es zurück nach Oschatz mit Zwischenhalt in Mügeln.

Das dortige Bahnhofsfest hatte für alle noch Interessantes und kleine Überraschungen parat.

Um 15.31 Uhr ging es dann zum Ausgangspunkt zurück. Der Besuch des Stadtfestes in Oschatz rundete die Exkursion ab und war noch ein kleiner kultureller Höhepunkt.

In bester Stimmung traten wir die Heimreise an und bedanken uns an dieser Stelle bei den Organisatoren und unseren Kraftfahrern welche alle gut wieder nach Dresden brachten.

Infos zur Döllnitzbahn „Wilder Robert“

Infos zur Feldbahnschauanlage Glossen e.V.

Text: Wolfgang Ludwig, Fotos Wolfgang Ludwig und Samir Köckritz