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  • Du und Dein Verein – Abstimmen für das Fernmeldemuseum

    Die IngDiba Aktion „Du und Dein Verein“ geht in eine neue Runde. Auch das Fernmeldemuseum Dresden ist beim Rennen der 1000 € für 1000 Vereine wieder mit dabei und freut sich über jede Unterstützung. Diese ist ganz einfach: Hier klicken, Code anfordern und eingeben!

Straßenbahn Museum

Besuch des Straßenbahnmuseum in Dresden

Die erste Vereinsexkursion des Jahres 2007 führte ca. 30 Mitglieder und Freunde zum Straßenbahnhof Trachenberge, Heimat des Straßenbahn Museum Dresden e.V. Dort erwartete die neugierigen Besucher schon der historische Triebwagen 1587. Bekannt als „Gothawagen“ handelt es sich um einen ET 57 Zweirichtungstriebwagen, produziert 1959 im VEB Waggonbau Gotha.

Der Fahrer, Herr Götze und der Fahrbegleiter, Herr Lindner begrüßten uns und luden uns zum Einsteigen ein.

 Pünktlich 16 Uhr ging es los.

 

Zuerst die Großenhainer Str. entlang bis zum Bahnhof Dresden Neustadt, über Stadt Metz zum Neustädter Markt, weiter über die Augustusbrücke an Semperoper, Schloß und Zwinger vorbei zum neu gestalteten Postplatz.

Nach Bulli’s Kontrollblick zum Fernamt (alle Fenster geschlossen? Jalousien herabgelassen?) konnte die Fahrt beruhigt Richtung Dr.-Külz-Ring weitergehen, wo der Anblick des halb abgerissenen ehemaligen Centrum-Warenhauses die Fahrgäste erstaunte.

Doch trotz des betagten Alters unseres Transportmittels legte dieser inmitten des Berufsverkehrs ein beachtliches Tempo vor, und schon kam das Rathaus und der Pirna’sche Platz in Sicht.

Weiter ging es über den Straßburger Platz, vorbei am Ziel unserer letzten Exkursion, der „Gläsernen Manufaktur“ in die Stübelallee, einer Teilstrecke der in den Zwanziger/Dreißiger Jahren des letzten Jahrhundert geplanten Schnellbahnverbindung Pirna-Meißen. Diese wurde allerdings außer in Ansätzen nie realisiert, aber das hat in Dresden ja Tradition.

Unsere Fahrtstrecke führte uns weiter über den Fetscherplatz, Borsbergstraße bis hin zur Ludwig-Hartmann-Str., einer der wenigen noch vorhandenen eingleisigen Streckenabschnitte Dresdens.

Über den Schillerplatz ging es die Blasewitzer Straße entlang vorbei an der uns allen bekannten Berufsschule der Post zum Sachsenplatz.

Über die Albertbrücke ging es wieder auf die andere Elbseite, via Albertplatz zum Carolaplatz.

Am goldenen Reiter vorbei zurück zum Neustädter Bahnhof,
die Großenhainer Straße entlang zum Ausgangspunkt unserer Fahrt, dem Straßenbahnhof Trachenberge, welchen wir nach 1:20 Stunde Fahrzeit und 22,2 zurück gelegten Kilometern in bester Stimmung erreichten.

Hier begrüßte uns Herr Schneider vom Verein Straßenbahnmuseum e.V. zu einer sehr interessanten Führung durch die liebevoll gestaltete Ausstellung.Von den verschiedenen Ausführungen der Haltestellenschilder, über die Formen der Stromabnehmer (beeindruckend wie groß die sind, wenn man direkt davor steht), über eine restaurierte Jugendstil-Wartehalle, Gleisplänen wichtiger Dresdner Kreuzungen im Laufe der 135-jährigen Straßenbahngeschichte bis zu unzähligen Fotos war sehr viel altbekanntes und neues zu entdecken. Auch einige spärliche Reste der Dresdner O-Bus-Geschichte, in Form von Oberleitungsteilen konnte man sehen.

Doch am meisten beeindruckten natürlich die historischen Straßenbahnfahrzeuge, vom Triebwagen 309, dem Schmuckstück der Sammlung waren natürlich alle begeistert.

Im Jahre 1902 hier in Trachenberge gebaut, ist dieser Wagen nach umfassender Restaurierung immer noch fahrbereit und zieht zu besonderen Anlässen seine Runden durch Dresden.
Bis auf den etwas unpassenden Scherenstromabnehmer
(ein Tribut an die heute verwendete Oberleitung) präsentiert er sich im originalgetreuer Ausstattung und Farbgebung.
Bei einer Sitzprobe wurde auch das Platzangebot der angegebenen 18 Sitzplätze überprüft.
Auch ein Vertreter der bis in die 60er Jahre eingesetzten MAN-Triebwagen konnte besichtigt werden, bevor der hervorragend rekonstruierte große Hechtwagen bestaunt und bewundert werden konnte. Dieses technische Meisterstück, 1929 von Prof. Bockemühl konstruiert und 1932 in Bautzen gebaut weckte bei vielen älteren Vereinsmitgliedern Erinnerungen an vergangene Zeiten, als dieser Straßenbahnwagen Maßstäbe in Design und Technik setzte.

Auch der kleine Hechtwagen, konstruiert für weniger ausgelastete Strecken, ein LOWA-Zug ET 54, der Großwagen Zug T4/B4 sowie der Prototyp des Tatra-Wagens T4D mit der Nummer 2000 standen in trauter Gemeinschaft in der Wagenhalle des Museums.

Die Vereinsmitglieder waren von der Fahrt und der anschließenden Führung begeistert und begaben sich gegen 18:45 Uhr mit vielen neuen Eindrücken und vielen aufgefrischten Erinnerungen zumeist per moderner NGT6DD Stadtbahn nach Hause.Wir danken den Mitgliedern des Straßenbahn Museums für dieses schöne Erlebnis und können allen Interessierten einen Besuch nur empfehlen.

Für weitere Informationen steht die Homepage des Straßenbahn Museums zur Verfügung.

Text und Fotos Samir Köckritz