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  • Du und Dein Verein – Abstimmen für das Fernmeldemuseum

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Exkursionen zum Mittelwellensender Wilsdruff

Erste Exkursion

Am 26.04.2002 trafen wir (8 Vereinsmitglieder und 3 Gäste) uns vor dem ehemaligen Funkamt Dresden mit Herrn Kaune zur Besichtigung des Mittelwellensenders Wilsdruff. Den noch heute im Betrieb befindlichen 153 m hohen Sendemast in Wilsdruff kennt sicher jeder, der auf der Autobahn A4 unterwegs ist.

Auf dem Weg zu unserer ersten Station, dem sogenannten Dieselhaus, überraschte zunächst das weitläufige und großzügig gestaltete Anwesen des ab 1952 errichteten Funkamtes. Das Dieselhaus verdankt seinen Namen der Notstromversorgung für die Sendeanlagen, welche hauptsächlich aus zwei beeindruckenden Dieselgeneratoren, die eigentlich im Schiffsbau eingesetzt wurden, besteht.

Im gleichen Gebäude sind auch die traditionellen Sendeanlagen untergebracht: der Hauptsender mit einer Sendeleistung von 250 KW und ein kleinerer Sender mit einer Leistung von 20 KW. Beide Sendeanlagen sind, genauso wie die Notstromversorgung, seit 1993 nicht mehr in Betrieb. Allerdings ist der kleinere Sender noch voll funktionsfähig, was uns Herr Kaune nach dem Zuschalten der Betriebsspannung auch eindrucksvoll demonstrierte.

Nach einer kurzen Besichtigung des Stromversorgungsraumes und der Destillierkammer (das destillierte Wasser für die Kühlung der Sendeanlagen wurde im Funkamt selber hergestellt) führte uns Herr Kaune dann hinüber zum Sendemast. Der Sendemast ist mit einer mehrere hundert Meter langen sogenannten Reusenleitung mit den alten Sendeanlagen verbunden.

In dem runden Technikraum, auf dem der Sendemast steht, hat mittlerweile modernste Sendetechnik auf kleinster Fläche Einzug gehalten. Ähnlich den Verhältnissen im Fernsprechwesen beeindruckte uns vor allem der direkte Vergleich von traditionellen und modernen Sendeanlagen.

Nach einer abschließenden Visite der Verwaltungsgebäude blieb noch Zeit für Fachsimpeleien mit Herrn Kaune, hauptsächlich über die Zukunft der Mittelwellensender und der Entwicklung des digitalen Rundfunks. Für alle Beteiligten war diese Exkursion auch dank der fachlichen Kompetenz von Herrn Kaune eine eindrucksvolle Reise in eine noch gar nicht so lange zurückliegende Zeit.

Da nicht alle Interessierten an diesem Ausflug teilnehmen konnten, beabsichtigen wir eine zweite Exkursion im September. Ich bin sicher, dass auch diese wieder zu einem nachhaltigen Erlebnis für alle Beteiligten wird.

Zweite Exkursion

Ende September 2002 trafen wir uns erneut vor dem ehemaligen Funkamt Dresden in Wilsdruff. Da bei unserem ersten Besuch im April nicht alle interessierten Vereinsmitglieder teilnehmen konnten, freuten wir uns sehr, dass sich Herr Kaune noch einmal bereit erklärte, uns durch die verschiedenen Anlagenteile zu führen und uns diese näher zu erläutern.

Auch für diejenigen Vereinsmitglieder, die, so wie ich, diese Führung bereits zum zweiten Mal mitmachten, war es wieder sehr interessant. Da ich jedoch nun nicht mehr unbedingt jedes Detail verfolgen musste, blieb diesmal mehr Zeit zum Fotografieren.

Für die beiden Führungen bedanken wir uns bei Herrn Kaune nochmals sehr herzlich.

Text und Fotos: Burkhard Hollwitz