20 Jahre Fernmeldemuseum

Unser Verein feierte 20sten Geburtstag

Am 20. Oktober 2019 feierten wir das 20-jährige Bestehen unseres Fernmeldemuseums. Genau vor 20 Jahren fand in der Cafeteria des Fernmeldeamtes Dresden, Marienstraße 2 die Gründungsversammlung der Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik e.V. statt.
Vorangegangen war das Sammeln historischer Vermittlungstechnik und der Wunsch in Dresden ein Museum zu gestalten. Es dauerte bis zum Mai 1999. Da fanden sich sieben, dann neun Fernmeldetechniker zusammen und bereiteten die Grundlagen für eine Vereinsgründung vor. Sie waren die wesentlichen Voraussetzungen für die Errichtung der Arbeitsräume und den Aufbau eines Museums.

Diesen Beginn und die folgenden Jahre stellte der Vereinsvorstand zur Festveranstaltung den anwesenden Vereinsmitgliedern und ihren Angehörigen in einer kurz gefassten Festrede vor.
Verbunden damit war ein persönlich gestaltetes Dankeschön für jedes Mitglied als Erinnerung an diesen Tag. Eine ausführlichere Darstellung der Geschichte erfolgte in der Sonderausgabe des Telekuriers “ 20 Jahre Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik“, die jedes Mitglied erhalten hat. Nachdem mit einem Glas Sekt auf das Fernmeldemuseum und alle Mitstreiter angestoßen wurde, konnte sich jeder am Büfett stärken. Mit ein paar netten Stunden des Beisammenseins wurde das Vereinsjubiläum in einem würdigen Rahmen gefeiert.

Bilder: Hans-Henning Wolf, Thomas Kubein

Am 26.Oktober 2019 feierten befreundete Vereine, Kooperatiospartner und Vertreter von Institutionen auf Einladung des Vorstandes mit uns dieses Ereignis. Führungen durch das Fernmeldemuseum, eine Präsentation per Videowand und interessante Gespräche rundeten diesen Tag ab.

Bilder: Günter Gonschorek

Zweiter Fernmeldemast im Freigelände gesichert

Mitglieder bei der Sicherung und Werterhaltung

Das Wetter war günstig. Vier Vereinsmitglieder mit Werkzeug und Einsatzwillen bereit. So konnte am Dienstag, den 12.November 2019 die Sicherung des zweiten Mastes mit einem Betonmastfuß erfolgen. Mit den Erfahrungen aus dem vorherigen Einsatz wurde die Grube ausgehoben. Mit Hilfe eines Bohrhammers und entsprechenden Meißeln kamen wir sehr gut voran. Es stellte sich heraus, dass dieser Mast im Erdübergangsbereich doch schon angegriffener war.

Höchste Zeit ihn mit dem Mastfuß zu sichern. Wasserwaage und ein langes Richtscheid  sicherten die richtige Standrichtung.

Nur den Mastfuß konnten wir nicht vorschriftsmäßig „in Linie“ stellen. Das beim vorletzten Einsatz gefundene Energiekabel führte nahe am Mast vorbei.

Nun kann im neuen Jahr unser Werbebanner für die Vereinsöffnungstage zwischen den Masten wieder sicher angebracht werden.

Ein Kabelverzweiger, der vorher entrostet wurde, konnte an diesen Tag einen neuen Farbanstrich erhalten.

Bilder: Michael Karwath, Claus Hegewald

Für die Überarbeitung des Linienverzweigers am Standort werden im Jahr 2020 weitere Einsätze notwendig.

AREB 2019 – Wir sind etabliert!

Am 12.10.2019 fand bereits zum 16. Mal die Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse Dresden (AREB) in den Räumlichkeiten der Technischen Universität Dresden, Mommsenstraße statt.  Wir waren wieder mit einem gut frequentierten Stand vertreten. Erfreulicherweise sind wir den meisten Besuchern der technisch orientierten Börse nicht mehr unbekannt. Die Eigenwerbung der letzten Jahre trägt somit Früchte. Unter den zahlreichen Besuchern konnten wir Radioamateure aus Prag, Mitglieder des Technikvereins Wilsdruff und auch Mitglieder unseres Vereins begrüßen. Interessierte Fragen wurden u.a. zum ausgestellten Messplatz 62 von Präcitronic Dresden gestellt, die wir bereitwillig beantworteten. Neben fernmeldetechnischen Exponaten präsentierten wir wieder eine Anzahl unserer Publikationen, die auch käuflich erworben werden konnten. Die 2017 veröffentlichte Broschüre „Zur Geschichte der Postbauten in Dresden am Postplatz (1830 bis 2014)“, nun mehr in dritter Auflage, wurde besonders stark nachgefragt.

Hans-Henning Wolf und Jörg Munzig

Oberirdischer Fernmeldebautrupp im Einsatz

Mitglieder bei der Sicherung und Werterhaltung

Auf dem Gelände von PTI 11, Zwickauer Straße stehen – von unserem Verein betreut – auch zwei Fernmeldemasten aus dem Jahre 1932. Sie sind nach dem heutigen Standard der Telekom direkt ins Erdreich gestellt. Auch wenn es sich um teerölgetränkte Masten handelt, ist ihre Standzeit endlich.

Um die Lebensdauer zu verlängern, haben wir die Methode der Deutschen Post der DDR angewandt und sie auf Betonmastfüße gestellt. Dank eines früheren Einsatzes unserer Mitglieder stehen uns derartige Mastfüße zur Verfügung.

Es bedurfte nun neuer Verbindungsbolzen, Mitstreiter für die Einsätze und gutes Wetter. Für die Bolzen hatte unser Vereinsmitglied Udo schon vor einiger Zeit gesorgt. Das Wetter war in diesem Sommer für diese Arbeit – Schachten in 1,50 m Tiefe bei unklaren Bodenverhältnissen – wahrlich kein Vergnügen.

Notwendige Werkzeuge wurden mitgebracht bzw. waren vorhanden. Die Grube wurde mit 60×100 cm ausgehoben, bis uns ein Elektrokabel im Wege war. Hier war dann erst die Hilfe des Geländenutzers und des Verwalters gefragt. Es dauerte dann noch etwa zwei Wochen, bis wir die Freigabe zur Weiterarbeit erhielten.

Am Dienstag, den 15. Oktober war es so weit, dass wir den Mastfuß anbringen konnten. Doch vorher musste noch auf die notwendige Tiefe gegraben werden. Der Boden war noch immer knochenhart, trotz der bisherigen Regenfälle. Aber wir haben es gemeinsam geschafft! Der Mastfuß war am Mast verankert und bekam 15 cm Bodenfreiheit. Damit ist die Standsicherheit für weitere Jahre gegeben.

Eine Zauberwelt im Dresdner Norden

Der Vereinsabend im September hatte ein tolles Thema – Thomas Kubein berichtete von seiner Arbeit bei GLOBALFOUNDRIES. Wie in einer Zauberwelt konnten wir die Entstehung von Nano-Bauteilen erleben. Thomas hat uns den Betrieb GLOBALFOUNDRIES (ehemals AMD) als eine autarke Stadt vorgestellt. Wasser und Luft – alles wird zum Betriebsablauf aufbereitet, d. h. aufwendig gereinigt und in einem Kreislauf immer wieder aufbereitet. Eine eigene Stromversorgung garantiert ein unterbrechungsfreies Netz. 

Ein phantastisches, ausgeklügeltes Produktionssystem verlangt den Mitarbeitern viel Disziplin ab. Die Schutzkleidung (wozu auch ein Mundschutz gehört) mutet wie ein „Schador“ an und ist sicher nicht besonders beliebt. Aber da die Reinräume keine Staub- oder Rauchpartikel vertragen, muss sich jeder an diese Kleiderordnung halten. Es ist Thomas mit einfachen Worten gelungen, uns alten Fernmeldern „seine“ Nano-Technologie verständlich in deutscher Sprache nahe zu bringen. Alle anwesenden Vereinsmitglieder haben gespannt seinen Worten gelauscht; gestellte Fragen hat Thomas kompetent beantwortet. Es war ein sehr toller Abend und alle, welche nicht anwesend waren, haben viel verpasst. (br)

Wilsdruff sendet fünf Stunden lang auf MW 1044 kHz

Ich erhielt die Nachricht, dass am Tag des offenen Denkmals in Wilsdruff über die Mittelwellenfrequenz 1044 kHz ein Programm, u. a. mit Beiträgen von Klaus Feldmann und Jörg Kachelmann abgestrahlt wird. Leider nur an diesem Tag, nur für fünf Stunden und nicht über den als Wahrzeichen bekannten Antennenmast. Das Gelände des ehemaligen Senders, der am 6. Mai 2013 das letzte Mal mit voller Leistung von 250 kW strahlte, hat ein Privatmann käuflich erworben. So musste der Technikverein Wilsdruff auf den alten Kleinbahnhof Wilsdruff ausweichen. Der dort aufgestellte Sender wurde mit 5 W über eine Drahtantenne von ca. 70 m Länge betrieben.
Die Veranstaltung sollte an die Inbetriebnahme des Senders vor 65 Jahren erinnern.
Schon in Dresden hatte ich auf meinem Autoradio die MW-Frequenz 1044 kHz eingestellt, ein Empfang war aber erst von Grumbach aus möglich. Es gab aber Hörer, die den Empfang in Königstein bzw. Meißen bestätigten.
Im Bahnhofsgebäude waren Schautafeln aufgestellt, an denen man die Geschichte des Senders Wilsdruff und technische Details nachvollziehen konnte. Abgerundet wurde das Ganze durch eine Ausstellung von funktechnischen Exponaten, darunter viele Rundfunkempfänger.
Unter den Anwesenden waren einige Kollegen, mit denen ich früher zusammengearbeitet habe, sodass es viel Gesprächsbedarf gab. So erfuhr ich, dass man auch den Standort Wilsdruff, Rosenstraße besuchen kann.
Auf der Rosenstraße ist eine Vermittlungsanlage aufgebaut, an der Besucher den Verbindungsaufbau mittels Hebdrehwählern nachvollziehen können. Als I. und II.GW dienen Wähler S 50, als Leitungswähler werden Wähler der Firma Autofabag eingesetzt. Die Ausstellung wird komplettiert durch eine OB-Vermittlung, OB-Apparate und einen 1 kW-Mittelwellen-sender der Firma TESLA, der über unseren Partnerverein Cottbus beschafft wurde. Vielleicht wird dieser auch einmal aktiviert. Es wäre den Wilsdruffer Kollegen, von denen viele im Technikverein Sender Wilsdruff bzw. Förderverein Funkturm Wilsdruff organisiert sind, zu wünschen.
Und natürlich, dass die markante Sendeantenne weiterhin zu sehen ist.

Museumsnacht – Wir waren dabei!

Wir beteiligten uns auch in diesem Jahr an der Dresdner Museumsnacht. Unser Museum stand am 6. Juli 2019 von 18 – 1 Uhr offen.

Unsere fachkundigen Vereinsmitglieder führten dabei halbstündlich in kleinen Gruppen durch unsere Endgeräteausstellung.

Zusätzlich boten wir um 18/19/20/21 Uhr Führungen durch den Technischen Betriebsraum an.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite der Dresdner Museumsnacht.

Besuch aus Bochum

Die Mitglieder unseres Partnervereins Telekom-Historik Bochum besuchten vom 11. bis 13. April 2019 zum zweiten Mal Dresden.
Nach der Ankunft in Dresden stand ein Besuch des Fernmeldemuseums auf dem Plan. Hier konnten wir sie mit Dresdner Eierschecke und Kaffee verwöhnen. Einige Vereinsfreunde waren noch nie im Fernmeldemuseum Dresden und waren begeistert von den meist funktionsfähigen Exponaten. Während der Führung wurden viele interessante Gespräche geführt und Erfahrungen ausgetauscht.
2015 hatten uns ja die Bochumer Freunde den entscheidenden Tipp gegeben, drei sehenswerte Ausstellungsstücke in Dortmund abzuholen, die nun eine attraktive Ecke im Vereinszimmer ausfüllen.
Am Abend kam es zu einem gemütlichen Zusammentreffen im Dresdner Restaurant 1900.

Am zweiten Tag war eine gemeinsame Exkursion zur Festung Königstein geplant. Insgesamt 25 Teilnehmer beider Vereine trafen sich unter dem Strick im Dresdner Hbf. Gemeinsam fuhren wir mit der S-Bahn bis Königstein. Hier teilte sich die Gruppe, ein Teil begab sich zu Fuß, der andere fuhr mit dem Bus zum Königstein. Oben angekommen, besichtigten wir inklusive einer Führung die 750 Jahre alte Festung. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Erlebnisrestaurant „In den Kasematten“ besuchten unsere Gäste, begleitet von zwei unserer Vereinsmitglieder, das Panometer Dresden mit dem gegenwärtigen Thema „Dresden 1945“.

Auf der Rückfahrt hatten unsere Bochumer Freunde ausreichend Zeit, die zurückliegenden Stunden Revue passieren zu lassen. Sie bedankten sich ganz herzlich bei den Organisatoren für zwei erlebnisreiche Tage in Dresden und betonten, dass die vielen Kontakte und Fachgespräche untereinander sich zum Vorteil beider Vereine und Museen auswirken werden.


Michael Karwath/ Hans-Henning Wolf

P.S: Unsere Vereinsfreunde aus Bochum haben ebenfalls einen Beitrag auf ihrer Homepage zum Dresden-Besuch eingestellt.

15. Dresdner Geschichtsmarkt

Am Wochenende 23./24.02.2019 fand der 15. Dresdner Geschichtsmarkt in der SLUB statt. Zum Jubiläum waren 71 Aussteller vertreten. Auch wir als Fernmeldeverein stellten uns dem Thema „Die Geschichte von Sport und Tourismus in Dresden und Umgebung“. Unterstützt wurden wir dabei vom Postsportverein Dresden e. V., dessen 1. Vorsitzender an beiden Tagen anwesend war. Der Postsportverein stellte für unsere Präsentation dankenswerterweise Pokale, Vereinswimpel, Trikots, Sportabzeichen sowie historische  Dokumente  zur Verfügung.
Die Besucher interessierten sich vor allem,
– wie es zur Gründung des Postsportvereins kam,
– für zentrale Wettkämpfe der Deutschen Post und
– welche „Nischen“ (Schach, Synchronschwimmen, Rollkunstlauf) durch
den Verein abgedeckt wurden.

Eventuell haben wir wohl den einen oder anderen Besucher angeregt, über eine Mitgliedschaft im Postsportverein nachzudenken.

Wie jedes Jahr nutzten wir die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen uns bereits über viele Jahre bekannten Vertretern beteiligter Vereine.
Wir bedanken uns beim Verein „Dresdner Geschichtsmarkt“ e. V. recht herzlich für die Möglichkeit, unsere Ergebnisse zum zentralen Thema präsentieren und gleichzeitig auch Werbung für das Fernmeldemuseum Dresden betreiben zu können.